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Perhentian Islands: Tipps für das Schnorchel- und Strandparadies in Malaysia
Aktualisiert am: 25/03/2024
Eigentlich hatte ich mir die Anreise auf die paradiesischen Perhentian Islands in Malaysia anders vorgestellt. Immer härter schlugen die Wellen gegen die kleine Nussschale, in der wir saßen, und ich dachte mittlerweile daran, von wieviel Kameraequipment ich mich verabschieden musste, wenn die nächste Welle ins Boot schwappte oder gar schlimmer, wir alle aus dem Boot fielen.
Traumstrände direkt vor der Tür: Das Coral View Island Resort liegt am Strand.
Angst um mein Leben oder zu ertrinken hatte ich komischerweise nicht. Das mag daran liegen, dass ich mich im Wasser immer sicher fühle und dank jahrelangem Schwimmunterricht in jungen Jahren mich auch ganz gut darin bewegen kann (wenigstens eine Sportart, die mir leichtfällt!). Oder aber daran, dass die Überfahrt von den Perhentian Islands zurück zum Festland nur vierzig Minuten dauert und über ziemlich übersichtliche und gut befahrene Gewässer führt – irgendwer würde uns schon aus dem Wasser fischen, wenn alle Stricke reißen. Und mit Schwimmweste (die gab’s zum Glück) und bei 27 Grad Badewannen-Wassertemperatur könnte man es doch einige Zeit im Wasser aushalten. Die scheinbar raue See war ja auch nicht das Problem, sondern die nicht wirklich hochseetauglichen Boote, die als Wassertaxi oder Fährservice die Perhentians mit dem Festland verbinden. Auf einer großen Fähre hätte man wahrscheinlich nichts gemerkt. Aber die kommen erst gar nicht an die Perhentians ran. Denn einen Hafen gibt’s nicht. Asphaltierte Straßen? Auch nicht. Busse? Autos? Nein. Nix von alldem. Und so liegen die beiden Perhentian Islands, Perhentian Besar (die große Insel) und Perhentian Cecil (die kleine Insel), wie zwei verlorene Inseln vor der Küste Ost-Malaysias.
Wer hier schreibt
Hey, ich bin Tatiana & die Bloggerin hinter The Happy Jetlagger. Seit 2014 schreibe ich hier ehrlich, leidenschaftlich und authentisch über meine Reisen. Ohne großes Team hinter mir bin ich quasi das Mädchen für alles: Alle Tipps sind eigenhändig von mir recherchiert & empfohlen!
Perhentian Islands: Das Tauchparadies in Malaysia
Laut Lonely Planet sollen die Perhentians das fünftschönste Tauchrevier der Welt sein. Das wusste ich als Tauchbanause vorher gar nicht. Überhaupt war mir Tauchen immer suspekt. Wasser an sich ist zwar mein Element, aber dann richtig abtauchen, nur mit einer Sauerstoffflasche zum Atmen, und dann noch die Sache mit dem Druck! Nachher vertrage ich den Druckunterschied nicht, kriege Probleme mit dem Druckausgleich, meine Ohren spielen verrückt, ich drehe durch, mir platzt das Trommelfell, das sich nicht mehr erholen will – und zack, hallo Fluguntauglichkeit forever. Ziemlich blöd als olle Flugbegleiterin, die eigentlich keinen Bock hat, auf ihre alten Tage nochmal umzuschulen. Gut, vielleicht dramatisch jetzt, aber so bin ich halt mit Tauchen. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich mich auf Koh Phangan ans Schnorcheln angenähert – und da dachte ich zum ersten Mal beim Anblick bunter Korallenriffe und süßer Fischchen: Tauchen wäre vielleicht doch was.
Die Perhentian Islands haben Strände wie aus Robinson Crusoe: In der Nebensaison ist man fast allein auf Perhentian Besar.
Aber es brauchte noch einmal Schnorcheln auf den Perhentians, um mir wirklich sicher zu sein – ich komme wieder, und dann mit mehr Zeit zum Tauchen! Leider habe ich unter Wasser keine Bilder gemacht. Dafür habe ich die schönsten in meinem Kopf, und das ist ja auch was wert: Auf unserem Schnorchelausflug haben wir so ziemlich alles an Unterwasserleben gesehen, was die Riffe direkt an Perhentian Besar zu bieten haben: leuchtende Clownfische, riesige und unfassbar schnelle Meeresschildkröten und anderthalb Meter lange Haie.
Und da gerade Saisonende war, waren wir eh nur zu dritt auf dem Boot. Man hatte auch nicht das Gefühl, überfallartig die Unterwasserwelt zu stören, sondern konnte sich einfach an der Natur erfreuen. Leider heißt Saisonende auch beginnende Regenzeit, und so war das Wetter nicht mehr ganz so strahlend und unser Guide versicherte uns, dass das für mich schon spiegelglatte Wasser in der Saison noch glatter, klarer und überhaupt toller wäre. Das muss ich mir wohl doch nochmal selbst anschauen. Denn sogar mit schlechtem Wetter waren die Perhentians doch schon ganz schön beeindruckend.
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Perhentian Kecil oder Perhentian Besar? Große oder kleine Insel?
Die Wassertaxis fahren beide Inseln an, und auf Grund der beschränkten Kapazitäten vor Ort bietet es sich auf den Perhentians entgegen der allgemeinen Reisegewohnheiten in Südostasien an, sich schon im voraus um eine Unterkunft zu bemühen. Relativ teuer ist es auch, Malaysia ist sowieso nicht das Unterkunftsparadies Thailand, aber hier auf den Inseln ist Übernachten nochmals etwas teurer. Dazu kommt auch, das man sich essenstechnisch nicht wirklich selbst versorgen kann, außer ein paar kleinen resorteigenen Buden mit Chips und Kräckern habe ich nicht viel gesehen. Einsame Insel halt.
Ich hatte übrigens ja das Vergnügen, Unterkünfte auf beiden Inseln zu testen. Eigentlich war ich ja nur auf Perhentian Besar und habe einen Tag Bekannte auf der Nachbarinsel Perhentian Kecil besucht – und gemerkt, das das mit den Wassertaxis, die die Insel verbinden, gegen Saisonende gar nicht so einfach ist. Oder auch mal komplett nicht funktioniert, weil der Wellengang zu hoch ist. So habe ich dann eine ungeplante Nacht auf der anderen Insel einlegen müssen – mit nix als meinem Strandbeutel. Aber so entstehen ja die schönsten Geschichten, nicht wahr? Jedenfalls hat die spontane Strandparty unter Einheimischen mit ein paar verlorenen Touristen wie uns, die jetzt schon eindeutig in der Minderheit waren, es wieder rausgerissen. Und ein bisschen Abenteuer im Paradies ist nie verkehrt.
Auf welcher Insel bleiben? Perhentian Besar oder Perhentian Kecil?
Mein Tipp ist also: Unbedingt Unterkünfte vorher auskundschaften und reservieren. Frage dich dann, was du eher möchtest: Ruhe und eine familienfreundlich Umgebung? Dannempfehle ich dir eine Unterkunft auf Perhentian Besar. Oder ist dir eher nach entspanntem Hippie-Style und Backpacker-Atmosphäre mit gelegentlichen nächtlichen Feuershows am Strand bei billigem Fusel aus der improvisierten Kühlbox-Strandbar? Dann lieber Perhentian Kecil. Mir hat übrigens beides gefallen!
Kurz vor Saisonende auf den Perhentian Islands kann das Wetter schon mal umschlagen. Die Farben des Wassers am Long Beach auf Perhentian Kecil sind trotzdem genial.
Grundsätzlich sind aber beide Inseln sehr ruhig, es gibt nicht viel außer Strand, Schnorcheln und Tauchen – Essen gehen beschränkt sich meist auf die resorteigenen Lokale, die aber frei zugänglich sind. Und leider meist nicht besonders gut, wie ich fand. Aber wahrscheinlich war ich einfach nur noch verwöhnt vom Foodiehimmel Georgetown, wo ich vor den Perhentians war.
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Anreise & Tipps
Wie kommt man auf die Perhentian Island?
Die famosen Wassertaxis bringen einen vom Anleger in Kuala Besut auf die Inseln. Kommt man mit dem Flugzeug wie ich, ist der nächste Flughafen Kota Bahru, der von Kuala Lumpur und Penang direkt angeflogen werden kann.
Von dort aus braucht es noch eine circa einstündige Taxifahrt, um den Bootsanleger zu erreichen. Direkt am Gepäckband ist auch sofort ein Stand, der Taxitickets verkauft. Es gibt bestimmt auch noch günstigere Lösungen, aber meist findet sich jemand, mit dem man sich ein Taxi teilen kann. Trotz der relativ langen Strecke kostet es in meiner Erinnerung nicht die Welt. Flüge finden sich immer wieder auch spontan zu guten Preisen.
Übernachten auf den Perhentians
Unterkünfte sind so eine Sache auf den Perhentians. Malaysia gehört schon grundsätzlich nicht zu den günstigsten Ländern für Budget-Traveller. Auf den Perhentians Islands ist das Preisniveau nochmal etwas höher. Und die Kapazitäten sind limitiert.
Gerade in der Hochsaison, dem europäischen Sommer bietet es sich an, seine Unterkunft schon im voraus zu buchen. Mir persönlich fällt das in Südostasien immer schwer, ich buche selten etwas weiter im voraus, aber auf den Perhentians können die besseren Optionen schnell ausgebucht sein. Man darf sich allerdings keine Illusionen machen, das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht besonders. Vor allem die Essenssituation auf Perhentian Besar fand ich schwierig, ich habe außer einem kleinen Shop im Perhentian Islands Resort mit einsamen Chipstüten keine Möglichkeit gefunden, sich auch mal selbst zu versorgen. So ist man rund um die Uhr auf die Restaurants der Resorts angewiesen, die leider nicht besonders gut sind. Klar, ist ja auch eine Insel, zu der alles extra angeliefert werden muss. Auf Perhentian Kecil schien mir die Situation etwas besser, dafür ist dort nicht ganz so ruhig und beschaulich wie auf Perhentian Besar.
Meine Hotel-Tipps für die Perhentian Islands
Ich habe im The Barat Perhentian* übernachtet, einfache Hütten in Strandnähe, wer keinen Luxus braucht, sollte zufrieden sein. Auf Perhentian Kecil wurde zu meinem Aufenthalt sehr viel am Long Beach gebaut, dort habe ich spontan eine Nacht im Rock Garden Resort* verbracht. Das ist wirklich mega basic, aber irgendwie durch die Hanglage auch sehr hübsch. Das ist allerdings nur etwas für dich, wenn dir Treppensteigen nichts ausmacht, denn die Hütten befinden sich an einem steilen Hang. Rundherum befinden sich neue und bessere Anlagen. So wie es mir aber schien, könnte es in Zukunft auch etwas zuviel werden.
Beste Reisezeit für die Perhentian Islands
Unbedingt zu beachten ist die Saison auf den Perhentian Inseln, die nur von März bis Oktober dauert – ich war gegen Ende Oktober dort und während die Hinfahrt noch okay war, war die Rückfahrt mit dem Boot doch schon um einiges abenteuerlicher wie oben beschrieben. Außerhalb der Saison schließen alle Resorts und es wird monsuntechnisch ungemütlich – die Perhentians sind also kein Ganzjahresparadies.
Wenn du aber auf paradiesische Strände und eine tolle Unterwasserwelt stehst und dich mal so richtig entspannen möchtest, dann kann ich dir einen Trip auf die Perhentians nur empfehlen!
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