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Amalfitana Roadtrip: Mit dem Auto entlang der Amalfiküste

Küstenstrasse Amalfitana in Italien

Ein Roadtrip auf einer der aufregendsten Straßen Italiens: Entlang der Amalfiküste verläuft die Amalfitana, offiziell Strada Statale 163 Amalfitana (SS 163) genannt. Sie verläuft von Sorrent über so schöne und berühmte Orte wie Positano, Minori, Amalfi und Maiori. Immer an der Steilküste entlang, immer mit dem Blick auf das blau funkelnde Mittelmeer. Die Amalfitana ist nur 50 Kilometer lang, aber diese kurze Strecke hat es in sich! Mit ein paar Tipps allerdings wird eine Fahrt an der Amalfiküste mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen zum unvergesslichen Erlebnis – ich bin so dankbar für diese Erfahrung!

Straße Amalfiküste mit Kurven und Auto
Kaum eine gerade Strecke: Mühsam windet sich die Amalfitana über 50 Kilometer die Amalfiküste in Italien entlang.

Amalfitana: Die schönste Straße Italiens?

Wenn man von schönen Auto-Strecken innerhalb Italiens spricht, ist die Amalfitana immer dabei. Kein Wunder, ist sie doch ein absolutes Kunstwerk des moderneren Straßenbaus. Dass sie überhaupt konstruiert wurde, ist eine Meisterleistung: Hier an der Amalfiküste fallen massiven Felsen fast senkrecht ins Meer, kurvig dazu, und zum Teil mussten für die Amalfitana Tunnel in das Gestein geschlagen werden. Fünfzig Kilometer findet sich fast keine einzige gerade Strecke, hin und her schlängelt man sich mit dem Auto die Kurven entlang, auf einer Seite Felsgestein, unter sich das Meer. Fahrerisch schon anspruchsvoll, oder wer hat in unseren Breitengraden Erfahrung mit Serpentinen?

Amalfitana Blick auf Mittelmeer

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Autofahren entlang der Amalfiküste: Ist es schwierig?

Ich habe seit mindestens zehn Jahren kein eigenes Auto mehr, braucht man in Berlin ja auch nicht. Ich war auch nie begeisterte Autofahrerin. Trotzdem fahre ich immer noch von Zeit zu Zeit Auto, und ich habe kein Problem damit, mich schnell in Mietwagen oder fremden Autos zurecht zu finden. Angst vorm Autofahren ist mir ebenfalls fremd, trotzdem war mir vor dem Roadtrip über die Amalfitana doch etwas mulmig. Die vielen Kurven, die steilen Klippen ins Meer, der wilde italienische Verkehr – ob das gut geht? Es ging. Mit einer kleinen Eingewöhnungsphase. Denn unerwarteterweise war mir nach dem ersten Tag und zahlreichen Kurven ziemlich schlecht, obwohl ich selbst gefahren bin! Dafür war das Fahren an sich gar nicht so schrecklich, wie erwartet, und ich habe ein paar Tipps mitgebracht, die euch helfen werden, wenn ihr einen Trip mit dem Auto oder mit dem Mietwagen an die Amalfiküste plant. 

Amalfitana Bucht mit Strand
Immer wieder spektakuläre Aussichten: Wie man wohl an diesen ungewöhnlichen Strand kommt?
Amalfitana Zitronen
An der Amalfiküste wachsen die wohl aromatischsten ZItronen.

Tipps für die Amalfitana: Alles für einen geilen Roadtrip mit dem eigenen Auto oder mit dem Mietwagen

  • Meidet die Hochsaison! Die Amalfiküste ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Im Sommer wird es richtig voll! Das sorgt nur für zusätzlichen Stress und weniger Fahrspaß.
  • Die richtige Richtung wählen: Wirklich Spaß macht eine Fahrt nur von Sorrent aus Richtung Salento. So hat man das Meer immer auf der rechten Fahrseite und kann die phänomenale Aussicht geniessen.
  • Die Parkbuchten nutzen! Entlang der Amalfitana gibt es immer wieder kleine Parkbuchten, an den man kurz für Fotos oder eine kleine Pause anhalten kann. Haltet an, sobald ihr eine freien Spot seht. Nicht immer ist nämlich etwas frei, es könnte sein, dass ihr bei der nächsten Möglichkeit leer ausgeht und warten ist aufgrund der engen Straße und dem nachfolgenden Verkehr keine Option.
  • Viel trinken und Zitronenbonbons lutschen: Am Ende des ersten Tages, nach ein paar Kilometern auf der Amalfitana, war mir tatsächlich übel und schummrig, obwohl ich gar nicht so empfindlich bin. Die vielen Kurven haben es echt in sich! Vielleicht kam dann auch noch die Höhenveränderung dazu. Wie gut allerdings, dass die Amalfiküste bekannt für ihre besonders aromatischen Zitronen ist und die Amalfitana gespickt ist mit kleinen Verkaufsständen. Am Straßenrand kann man dort Zitronen und allerlei Produkte wie Zitronenbonbons kaufen. Einmal die Schale einer Zitrone aufgekratzt und daran gerochen, oder ein Zitronenbonbon gelutscht, und der flaue Magen beruhigt: Altes Hausmittel gegen Reiseübelkeit! Hilft wirklich! Gegen die veränderte Höhe hilft viel trinken. 
  • Am besten hinter einem SITA-Bus fahren: Das ist mein ganz persönlicher Tipp. Die SITA-Busse sind die öffentlichen Linienbusse, die die Amalfitana entlangfahren, und ich fand es immer sehr praktisch, genau dahinter zu fahren. Zu einem kennen die Busfahrer die Amalfitana wie ihre Westentasche und wissen, wie eng die nächste Kurve wird, zum anderen kann man sich gut an deren Geschwindigkeit orientieren: Wenn der Bus das schafft, wusste ich, wir mit unserem geliehen Cinquecento schaffen das auch.
  • Dränglern aus dem Weg gehen: Die Parkbuchten sind auch eine hervorragende Möglichkeit, Drängler an sich vorbeiziehen zu lassen! Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, auf der Amalfitana braucht man zum Fahren schon etwas mehr Konzentration.
  • Abstand wahren: Vor allem hinter einem Bus! Wenn plötzlich in der Kurve oder einem Tunnel ein anderer Bus entgegenkommt, kann es eng werden. Solche Probleme werden auf der Amalfitana ganz einfach gelöst, in dem der Bus dann einfach ein paar oder auch ziemlich viele Meter zurücksetzt – da ist es schon praktisch, wenn man nicht direkt dahinter gehalten hat.

Mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto?

Mit dem eigenen Auto fahren fiel bei mir ja schon mangels Auto flach. Von Deutschland aus ist es natürlich noch ein ganzes Stück hinunter bis nach Kampanien und der Amalfiküste. Das bietet sich dann eher an, wenn man mehr Zeit zu Verfügung hat. Mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder größere Fahrzeugen wird es übrigens an der Amalfiküste schwierig. Wohnmobile zum Beispiel dürfen nur von Mitternacht bis 6.30h morgens die Amalfitana entlang fahren, und selbst das stelle ich mir nicht einfach vor.

Positano Amalfitana Amalfiküste Häuser
Parkplatzsuche in Positano? Man kann es sich fast schon denken: Es wird abenteuerlich.

Beim Mietwagen würde ich auf jeden Fall auf eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung achten! Nicht, dass dauernd Unfälle passieren (ist uns nicht begegnet). Aber durch die Enge, auch in Ortschaften wie Positano, und die überall schwierige Parkplatzsituation kann es schnell zu Kratzern kommen. Verriet übrigens auch der Zustand der Mietwagen bei unserem Verleih, auch wenn das ein renommierter Autovermieter mit normalerweise guten Autos war.

Also besser etwas mehr ausgeben, bevor es später zu größeren Rechnungen kommt! Ich habe unseren Mietwagen über billiger-mietwagen.de* herausgesucht, mit Reduzierung der Selbstbeteiligung auf Null: Wir haben uns den Mietwagen in Neapel in der Stadt abgeholt und wieder in Neapel am Flughafen abgegeben, das war die einfachste und praktischste Variante. 

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Amalfiküste mit Fiat 500  Mietwagen
Einen besseren Mietwagen hätte ich mir für diesen Roadtrip nicht vorstellen können: Stilecht mit einem weißen Fiat Cinquecento die Amalfiküste entlang.

Auf den Geschmack gekommen? Lese hier alle Artikel zum Roadtrip an der Amalfiküste von Neapel bis Salento:

Travel Guide Neapel: Die besten Tipps und Sehenswürdigkeiten

Die beste Pizza Neapels: Wo du die echte Pizza Margherita findest

Pompeji: Was du dir unbedingt anschauen musst

Ausflug ab Sorrent (oder Neapel): Ein Tag auf Capri

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