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Obwohl Katalonien mit Barcelona über einen richtigen Besuchermagneten verfügt, ist vor allem das Hinterland von den großen Touristenmassen der Hauptstadt eher verschont geblieben. Auf einem Roadtrip durch Katalonien kannst du daher noch richtig tolle Spots erkunden: Ich zeige dir hier ein paar meiner Katalonien Geheimtipps, die ich kürzlich entdeckt habe!
Schöne Ausflüge für einen Katalonien Roadtrip
Ob du von Barcelona aus startest oder ohnehin auf einem Roadtrip durch Spanien unterwegs bist: Diese Locations in Katalonien sind einen Abstecher wert!
Nur einer von vielen Geheimtipps in Katalonien: Das Monestir de les Avellanes
Wer hier schreibt
Hey, ich bin Tatiana & die Bloggerin hinter The Happy Jetlagger. Seit 2014 schreibe ich hier ehrlich, leidenschaftlich und authentisch über meine Reisen. Ohne großes Team hinter mir bin ich quasi das Mädchen für alles: Alle Tipps sind eigenhändig von mir recherchiert & empfohlen!
Congost de Mont-Rebei: Die schönste Schlucht Kataloniens
Der Congost de Mont-Rebei ist die wohl bekannteste Schlucht Kataloniens und wird nicht ohne Grund von vielen der “Grand Canyon von Katalonien” genannt. Die Schlucht befindet sich in der Provinz Lleida und trennt Katalonien von der Nachbarregion Aragonien.
Bei einer ziemlich abenteuerlichen Wanderung kannst du auf einem schmalen Trampelpfad die Schlucht (die im übrigens an der engsten Stelle nur zwanzig Meter breit ist) erkunden. Oder du wählst eine Kajaktour und entdeckst die faszinierende Tierwelt des Congost de Mont-Rebei vom Wasser aus.
Natur pur: Wandern im Congost de Mont-Rebei
Du bist hier in nahezu unberührter Natur, denn die Schlucht befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Als wir mitten in der Schlucht waren, kreiste plötzlich ein Bartgeier über uns: Ein beeindruckendes Erlebnis! Wer sehr geduldig ist, kann zu Sonnenauf- und -untergang sogar Otter durch das Wasser flitzen sehen: Früher wurden sie hier wegen ihres Fells gejagt, mittlerweile aber hat sich die Population wieder etwas erholt. Otter sind allerdings sehr menschenscheu, daher bieten sich spezielle Aussichtspunkte, von denen man den Wasserlauf von oben beobachten kann.
Leider fiel bei meinem Besuch die Kajaktour aus, denn dieses Jahr war durch den sehr heißen Sommer das Flussbett ziemlich ausgetrocknet und eine Durchquerung mit dem Kajak unmöglich. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie wunderschön es hier sein mag, wenn noch viel mehr türkisblaues Wasser hier durch die Schlucht schiesst! Aber auch so war die Wanderung durch den Congost de Mont-Rebei ein echtes Naturerlebnis!
Zum Glück bin ich nicht besonders höhenängstlich, die Hängebrücke, die es zwischendurch zu überqueren gilt, kann schon für die ein oder andere Panikattacke sorgen. Aber auch der ungesicherte Höhenweg durch die Schlucht ist nicht von schlechten Eltern: Neben dem schmalen Weg geht es nämlich geradewegs steil geschätzte hundert Meter in die Tiefe!
Tipp: Hier brauchst du wirklich festes Schuhwerk mit Grip! Der Weg ist sehr uneben und ich war mehr als nur einmal dankbar für meine Trail-Running-Schuhe.
Weinverkostung in Castell d’Encus
Wußtest du, dass Katalonien die zweitgrößte Weinregion Spaniens ist? Außerdem wird hier der Großteil aller Cava-Sorten angebaut. Cava ist sozusagen die spanische Champagner-Variante, ähnlich geschützt und mittels Fläschengärung hergestellt.
Weingüter gibt es daher in Katalonien wie Sand an der Costa Brava – und nirgendwo lassen sich Weine besser probieren als in einer absoluten Weinregion. Zugegeben, eine echte Weinkennerin werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr werden, aber ich trinke einfach gerne ein gutes Glas Wein. Außerdem ist der Weinanbau eine Welt für sich, und ich bin immer wieder fasziniert, mit welcher Hingabe und Begeisterung kleine Weingüter ihre Weine produzieren.
Sehr interessant war daher auch mein Besuch bei Castell d’Encus in Talarn bei Lleida, einem der vielen neueren Weinbauprojekte in Katalonien. Schon im 12. Jahrhundert wurde Wein von den hier lebenden Mönchen angebaut, einst befand sich hier nämlich sogar ein kleines Dorf. Übrig sind aus dieser Zeit nur eine kleine Kapelle sowie ein paar Ruinen – und bis vor einigen Jahren das Projekt Castell d’Encus den Weinbau wiederbelebte, war hier einfach: nüscht.
Heute wird seit 2001 hier auf einer Höhe von 850 bis 1250 Metern wieder Wein angebaut, möglichst ökologisch und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber auch unter Zuhilfenahme uralter Traditionen der Mönche von einst: Die Trauben werden zum Teil auch in den großen Becken fermentiert, die damals zur Weinherstellung in die blanken Felsen gemeißelt wurden. Ziemlich verrückt, aber wie ich selbst bei einer Verkostung erfahren durfte, scheint es dem Wein nicht zu schaden :)
Die Becken sowie die Ruinen können bei einem Rundgang besichtigt werden – und der Ausblick auf die Landschaft ringsum dabei ist einmalig. Führungen mit anschließender Weinverkostung finden von montags bis samstags statt.
Falls du nach der Führung und der Verkostung hungrig bist, kann ich dir das “L’Era de Balust” im benachbarten Salàs de Pallars empfehlen. Die Küche würde ich als traditionell katalonische Hausmannskost beschreiben und das Ambiente in einem alten Hofgebäude ist einfach zu gemütlich. Unbedingt den Flam de ratafia probieren: Ratafia ist ein typisch katalanischer Kräuterlikör aus grünen Walnüssen und Kräutern und wird zum süßen Flan als Dessert serviert.
Tipp: Castell d’Encus liegt schon in den Vor-Pyrenäen bei Lleida. Von Barcelona aus bist du hierhin mit dem Auto gut zweieinhalb Stunden unterwegs – wenn du entspannt reisen willst oder eine schöne Unterkunft in der Nähe suchst, schaue dir am besten weiter unten im Artikel unter “Übernachten in Katalonien” das Monestir des Avellanes an!
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Bei der Olivenernte zuschauen & Olivenöl-Experte werden
Wenn Wein nicht so dein Ding ist, du aber doch ein bisschen Landluft schnuppern willst, dann solltest du einer Olivenöl-Manufaktur wie Olicometes einen Besuch abstatten. Dort habe ich nämlich gelernt, dass Olivenöl genauso wie Wein die verrücktesten Aromen haben kann. Oder wusstest du, dass es Olivenöl-Connaisseure gibt, die aus Olivenöl sogar Banane oder Vanille herausschmecken?
Die Geschichte hinter Olicometes aber ist noch viel inspirierender: Das Betreiberpaar Martin und Neus haben sich vor einigen Jahren ihren Traum erfüllt, eine Finca gekauft, ihre Jobs in Barcelona sausen lassen und sind jetzt Olivenbauern mit Leib und Seele. Jetzt kannst du sie hier auf ihrer Finca besuchen und ihnen bei der Olivenernte über die Schulter schauen. Oder du kannst einfach nur bei einem romantischen Frühstück oder Aperitif unter Olivenbäumen die Natur genießen und dabei bestes Olivenöl in demeter-Qualität probieren.
Martin und Neus haben sich mit viel Herzblut ihre eigene Olivenoase geschaffen
Das ganze Anwesen erstreckt sich übrigens über ein ganzes Tal, 27 Hektar zählen zu Olicometes. Möchtest du dir vor oder nach der Verkostung noch die Beine vertreten, bist du herzlich eingeladen: Für Besucher haben Martin und Neus extra einen kleinen Rundweg liebevoll ausgeschildert, der an Aussichtspunkten und mehreren Höhlen vorbei über die Finca führt.
➜ Für Besichtigungen, Ernte, Frühstück oder Aperitif hier anmelden.
Sterne zählen im Observatorium in Àger
Der Gebirgszug der Serra del Montsec ist übrigens auch bekannt für seine perfekten astronomischen Bedingungen. An klaren Tagen hat man hier nachts eine traumhafte Aussicht auf einen klaren Sternenhimmel, der vollkommen frei von Lichtverschmutzung ist. Selbst mit bloßem Auge sind hier ganze Sternkonstellationen leicht zu erkennen. Besonders lohnt sich aber auch ein Besuch des Parc Astronòmic Montsec mit seiner Sternwarte und zugehöriger Ausstellung.
Muss man einfach live sehen: Den faszinierenden Sternenhimmel über dem Montsec einfangen ist gar nicht so einfach
Tipp: Abends hin und auf jeden Fall die Filmvorführung mitnehmen! Der Inhalt ist interessant, viel beeindruckender aber ist das Finale: Der Moment, in dem sich die Kuppel öffnet und den Blick auf den Sternenhimmel freigibt, ist einfach magisch! Absoluter Gänsehautmoment!
Gänsehaut pur: Die Kuppel des Kinos im Parc Astronomic Montsec öffnet sich
Ich mag ja Roadtrips mit dem Auto immer gerne, weil man unterwegs einfach sehr flexibel ist, was die Wahl der Unterkünfte angeht. Und man kann auch sehr einfach entlegenere Locations wie zum Beispiel das Monestir de les Avellanes ansteuern!
Monestir de les Avellanes
Ein wirklich besonderer Ort: Das unter Denkmalschutz stehende Monestir de las Avellanas ist tatsächlich ein ehemaliges Kloster und eine gute Wahl, wenn du Ruhe und Abgeschiedenheit liebst. Eingebettet in eine Landschaft, die ein bisschen an die Toskana erinnert, kannst du hier so richtig runterkommen und zu dir finden. Die Zimmer sind einfach eingerichtet, und alle Teile der Klosteranlage wie die stimmungsvolle Kappelle und der gepflegte Kreuzgang können von allen Gästen genutzt werden.
Im hoteleigenen Restaurant (das übrigens auch von Locals gerne an Wochenende und Feiertagen als Ausflugsrestaurant besucht wird) gibt es typisch katalonische Küche zum kleinen Preis: ein 5-Gänge-Menü kostet hier z.B. nur 30€. Als Weinbegleitung empfiehlt sich übrigens der hauseigene Wein, der rund um das Monestir de las Avellanas angebaut wird.
Möchtest du dir nach einem Outdoortag etwas gönnen? Dann ist vielleicht ein Wellnesswochende im Hotel Finca Prats Golf & Spa etwas für dich: Im Wellnessbereich mit Pool und Sauna kannst du nach Lust und Laune entspannen und dich abends im hoteleigenen Restaurant bei einem mehrgängigen Menü mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen.
Katalonien ist eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, liegt im Nordosten des Landes und grenzt an Frankreich. Die Hauptstadt ist Barcelona.
In den letzten Jahren wird allerdings immer wieder heftig über eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien diskutiert – ein sehr heißes politisches Eisen, das seinen Ursprung in den geschichtlich immer wiederkehrenden kulturellen Konflikten hat.
In vielen Bereichen hat Katalonien innerhalb Spaniens einen Sonderstatus; so verfügt Katalonien zum Beispiel über eine eigene Zivilpolizei, die “Mossos d’Esquadra”.
Das ganze Thema ist stark emotional aufgeladen. Viele Katalanen, die noch unter dem Regime Francos, das 1975 endete, gelebt haben, erinnern sich noch gut, wie das Ausleben der katalanischen Kultur z.B. als gesprochene Sprache verboten war und hart bestraft wurde.
Welche Sprache wird in Katalonien gesprochen?
In vielen offiziellen Gelegenheiten wird Katalanisch der Vorrang gegeben, Spanisch ist aber ebenfalls Amtssprache. Ich würde behaupten, jeder Katalane ist fließend bilingual und kann problemlos nach Situation in die jeweilige Sprache wechseln. Von Nicht-Katalanen wird eigentlich nie erwartet, dass Katalanisch gesprochen wird.
Katalanisch ist aber ebenfalls eine romanische Sprache und dem Spanischen sehr ähnlich. Verfügst du über Spanisch-Kenntnisse, wirst du bestimmt einiges verstehen; auch wenn es mit dem Sprechen hapert. Englisch wird besonders an weniger touristischen Orten wenig gesprochen, aber persönlich empfinde ich das nie als Must-Have auf einer Reise – das macht das Unterwegssein nur spannender.
Katalonien Karte mit Route & allen Tipps
Hier findest du eine Karte mit allen Locations aus dem Artikel. Diese Karte kannst du dir auch in dein Maps-Konto laden! So hast du alle Tipps immer zur Hand.
Tipps für einen Roadtrip durch Katalonien
Hast du jetzt richtig Lust auf einen Roadtrip durch Katalonien bekommen? Die erwähnten Locations sind Teil der Grand Tour durch Katalonien, die dich noch an viele andere interessante Spots der Region führt! Auf der Website findest du Routenvorschläge und Ausflugstipps für Touren mit dem eigenen Auto, Van oder Wohnmobil.
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