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Danzig Sehenswürdigkeiten: 10 Tipps für die polnische Hafenstadt
Aktualisiert am: 26/02/2025
Ein Altstadtkern gespickt mit Sehenswürdigkeiten und mittelalterlichen Vibes, dazu das pulsierende Leben einer modernen polnischen Stadt und die Nähe zur Ostsee: Jedes Mal, wenn ich in Danzig bin, erlebe ich die Stadt von einer anderen Seite. Weil Danzig einfach so vielfältig ist! In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Danzig vor, damit du gleich mit dem Sightseeing vor Ort loslegen kannst!
Die meisten Sehenswürdigkeiten findest du in der Rechtstadt. Hier ist das historische Zentrum Danzigs. Die Rechtstadt beherbergt das beliebteste touristische Ziel der Stadt: Die Langgasse (Ulica Długa) ist die Hauptschlagader, auf der das Leben tobt!
Wer hier schreibt
Hey, ich bin Tatiana & die Bloggerin hinter The Happy Jetlagger. Seit 2014 schreibe ich hier ehrlich, leidenschaftlich und authentisch über meine Reisen. Ohne großes Team hinter mir bin ich quasi das Mädchen für alles: Alle Tipps sind eigenhändig von mir recherchiert & empfohlen!
2. Langgasse/Ulica Długa
Die Langgasse führt vom Goldenen Tor bis zum Langen Markt und ist wirklich eine Augenweide. An den Häuserfassaden entlang der Langgasse lässt sich gut erkennen, welche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung die ehemalige Hansestadt Danzig hatte. Schon im Mittelalter war Danzig durch die Lage an der Ostsee ein wichtiger Handelshafen, und viele Kaufleute und Adelige siedelten sich hier an.
Was nicht auf den ersten Blick auffällt, weil’s einfach zu schön und gut gemacht ist: Die schönen mittelalterlich wirkenden Fassaden sind nicht ganz echt. Im Zweiten Weltkrieg wurden nämlich über neunzig Prozent der Häuser an der Langgasse zerstört. Nach dem Krieg wurden alle Fassaden wieder aufgebaut, allerdings wurden die Hinterhöfe und dahinterliegenden Blocks nach modernen städtebaulichen Prinzipien konstruiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut: Die Häuserfassaden auf der LanggasseNeptunbrunnen vor dem Rechtstädtischen Rathaus
3. Langer Markt
Der Lange Markt am Ende der Langgasse ist besonders während der Hochsaison von Frühjahr bis Herbst und an Wochenenden immer gut besucht. Zwar kann man hier in den umliegenden Cafés schön sitzen und dem ganzen Treiben zugucken, aber Danzig hat noch so viel mehr an tollen Cafés und Restaurants zu bieten, dass ich dir empfehle, auch mal in die kleinen Seitenstraßen zu schauen. Guten Kaffee gibt es z.B. im Café Oficyna.
Polnische Städte sind eine Reise wert, und vor allem schnell zu erreichen! Hier findest du mehr Inspirationen für einen Kurztrip nach Polen: ➜ Alle Artikel über Polen
Tipp: Café Oficyna in Danzig
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4. Grünes Tor
Das Ende des Langen Marktes bildet unübersehbar das Grüne Tor. Für mich eines der schönsten Fotomotive Danzigs! Übrigens befindet sich hier auch ein Ableger des Nationalmuseums, dort finden finden in unregelmäßigen Abständen wechselnde Ausstellungen statt. Es lohnt sich, mal vor Ort vorbeizuschauen.
Das Grünes Tor am Ende der Langgasse
5. Uferpromenade
Durch das Grüne Tor hindurch kommt man direkt zur Uferpromenade an der Mottlau, und hier wird’s richtig maritim! Ein bisschen spürt man hier schon die frische Ostseebrise, und ein paar ältere Schiffe sorgen für das richtige Flair. Unter anderem auch ein richtiges Piratenschiff!
Das Piratenschiff auf der MottlauFrauentor an der Uferpromenade
6. Krantor
Zwischen den vielen Lokalen an der Uferpromenade ragt übrigens das riesige Krantor hervor. Hier wurden einst seit dem 15. Jahrhundert Schiffe be- und entladen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es wie so viele Gebäude in Danzig zerstört, aber danach wieder komplett aufgebaut.
Heute ist das Krantor eine der bekanntesten Postkartenmotive und Sehenswürdigkeiten in Danzig. Die einzelnen, großen Räder des Krans kann man auch von der Uferpromenade aus durch die Konstruktion sehen. Im Krantor selbst ist aber auch ein Museum (derzeit wegen Renovierung geschlossen), in dem man sich den Mechanismus von nahem ansehen kann und mehr über das Leben im mittelalterlichen Danzig erfährt.
Eine der markantesten Sehenswürdigkeiten Danzigs: Das Krantor
7. Mariacka/Frauengasse
Noch vor dem Krantor geht es durch das Frauentor hindurch auf die Frauengasse (Mariacka), die für mich die schönste Straße im Zentrum von Danzig ist. Die Frauengasse ist gesäumt mit stilvollen Bürgerhäusern und gleichzeitig das Zentrum des Bernsteinhandels. Danzig ist nämlich berühmt für seinen Bernstein! Modisch zwar nicht meins, und Souvenirgeschäfte auch nicht so, aber die Strasse selbst ist so romantisch hübsch – absolute Fotoempfehlung!
Hier gibt’s Bernstein ohne Ende: Frauengasse
Exkurs: Was ist Bernstein? Bernstein ist kein Edelstein, sondern fossiles Harz. Es wird auch „baltisches Gold“ genannt, weil es im Ostseeraum rund um Danzig und im Baltikum die größtes Vorkommen gibt. Achtung beim Kauf: Mittlerweile gibt es auch synthetisch hergestellte Fälschungen!
Die Frauengasse führt zur unübersehbaren Marienkirche, die auch für Nicht-Kirchengänger interessant ist. Vom Kirchturm aus hat man nämlich einen perfekten Ausblick über Danzig!
(Alternativ kannst du auch vom Riesenrad „Amber Sky“ auf der Speicherinsel den Ausblick über die Stadt genießen.)
Beste Aussicht: Vom Turm der Marienkirche
9. Speicherinsel
Die Speicherinsel gegenüber der Altstadt wurde erst in den letzten Jahren so richtig erschlossen. Noch immer wird hier viel gebaut, Neues entsteht und die Atmosphäre ist hier jünger und frischer als in der historischen Rechtstadt. Ich bin gespannt, was hier noch so alles entsteht!
Neu ist übrigens auch die Fußgängerdrehbrücke, die die Speicherinsel mit der gegenüberliegenden Uferpromenade der Rechtstadt verbindet.
Fussgängerbrücke über die Mottlau
10. Street Art in Zaspa
Ein bisschen abseits des Touristentrubels kann man im eigentlich weniger pittoresken Stadtteil Zaspa spannende Murals und Street Art bestaunen. Eine Übersicht aller Murals findest du hier:
Goldwasser wird dir an jeder Ecke begegnen, der Gewürzlikör mit sagenhaften 40 Umdrehungen ist der Signature-Schnaps Danzigs. Der Name kommt übrigens tatsächlich vom Blattgold, mit dem der Likör versetzt ist! Mir ist es zu hart, aber zum Glück hat Danzig noch viel mehr zu bieten als olles Goldwasser. Wie in den meisten polnischen Städten ist die Auswahl an guten, modernen Restaurants und Cafés groß!
Tipp: Whiskey in the Jar auf der Speicherinsel
Bier ist ohnehin beliebt in Polen und in Danzig umso mehr! Wenn du also gerne Bier trinkst und Craft-Bier aus kleinen, lokalen Brauereien, die du so vielleicht nie finden würdest, kennenlernen willst, dann ist das hier vielleicht etwas für dich:
Wenn du genug von Stadt hast, und dich noch mehr nach Ostseeflair sehnst, dann kannst du ab Danzig ein paar tolle Ausflüge unternehmen.
Westerplatte
Geschichtsnerds auf der Suche nach den historischen Hotspots wird es sowieso hierhin ziehen: Hier begann 1939 mit dem Überfall Polens durch Deutschland der Zweite Weltkrieg. Ein großes Denkmal für die damaligen Kämpfer erinnert heute an diese ersten Gefechte.
Aber auch die Lage an der Ostsee und der breite Strand machen die Halbinsel zu einem tollen Ausflugsort! Mit dem Piratenschiff, das an der Uferpromenade liegt, kannst du hierhin übrigens einen Ausflug unternehmen – und ja, es ist mit Musik und Animation ziemlich touristisch; aber eben auch einfach schön gemacht.
Alternativ gibt es aber auch im Sommer Wassertrams der Danziger Verkehrsbetriebe. Die Linie F5 fährt ebenfalls vom Grünen Tor ab und hält an der Westerplatte. Der Aufenthalt auf der Westerplatte bei einer frischen Brise sind ein schönes Kontrastprogramm zur quirligen Danziger Altstadt.
Überhaupt solltest du in Danzig eine Bootstour unternehmen – es ist wirklich günstig, und eine schöne Gelegenheit, die Geschichte der Stadt vom Wasser aus kennenzulernen!
Eine Bootsfahrt zur Westerplatte führt außerdem an den riesigen Kränen der Danziger Werft vorbei: Hier entstand in den 80er Jahren die Solidarnosc-Bewegung um Lech Welesa, dem späteren Friedensnobelpreisträger und polnischen Präsidenten. Die Danziger Werft, heute eher unbedeutend, baute damals hier riesige Frachter und Passagierschiffe. Eines der ersten Schiffe, die in der Danziger Werft fertiggestellt wurden, liegt heute als Museumschiff auf der Mottlau, gegenüber dem Krantor.
Ganz in der Nähe von Danzig liegt Sopot, ein altes Ostseekurbad, das auch heute ncho beliebtes Ausgehziel für viele Danziger ist. Dort kannst du die belebte Hauptstraße Monte Cassino bis zur Mole von Sopot entlangspazieren, einem Holzsteg, der hunderte Meter in die Ostsee hineinragt.
Mit dem Regionalzug ab dem Danziger Hauptbahnhof (Gdańsk Główny), der etwas außerhalb der Altstadt liegt, bist du in weniger als einer halben Stunde dort. Alternativ kannst du auch relativ günstig ein Uber nehmen.
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Oder du buchst dir gleich einen ganzen Tag mit einem Reiseführer, der dir nicht nur Sopot, sondern auch Danzig im Schnelldurchlauf und Gdynia zeigt. Für den Preis wirklich eine gute Investition, mehr von der Umgebung zu erfahren und gleichzeitig brauchst du dich nicht um Transport etc. zu kümmern:
Danzig gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Polen. Daher gibt es hier auch ein riesiges Angebot an Unterkünften. Übernachtungen sind vor allem in der Nebensaison relativ günstig, so dass du bestimmt eine schöne Unterkunft findest.
Ein paar tolle Tipps habe ich hier für dich:
Radisson Blu Hotel & Suites* – Neu renoviert auf der Speicherinsel und im cleanen skandinavischen Midcentury-Style eingerichtet. Beste Lage, um alle Sehenswürdigkeiten fussläufig zu erreichen!
Das Zentrum Danzigs kannst du perfekt zu Fuß erkunden. Alles liegt nah beieinander und öffentliche Verkehrsmittel wirst du dort ohnehin weniger finden. Um z.B. zur Westerplatte, Sopot oder das ebenfalls nahegelegene Gdynia zu kommen, kannst du Bus, Bahn oder im Sommer auch die Wassertram nehmen. Fahrpläne und Zeiten (nur polnisch): [https://ztm.gda.pl/]
Weniger abenteuerlich, dafür aber auch nicht sehr teuer, ist Uber; funktioniert in Danzig problemlos.
Beste Reisezeit für Danzig
Ich glaube, ich war schon zu so ziemlich jeder Jahreszeit in Danzig. Im Sommer ist Danzig sehr belebt und touristisch, vor allem an Wochenenden, das mag dem einen zu viel sein. Allerdings sind dann die Temperaturen auch perfekt für einen Badeausflug an die Ostseeküste.
Im Frühjahr und Herbst ist es in Danzig ruhiger, und für einen kurzen Städtetrip perfekt. Im Winter finde ich den morbiden Charme zwar sehr spannend, besonders die Rechtstadt ist da komplett leer, mir persönlich ist das Ostseeklima im Winter aber einfach zu kalt – aber ich bin ja eh ein Fan wärmerer Temperaturen ;) Je nach Vorliebe kannst du also Danzig ganzjährig bereisen.
Anreise nach Danzig
Nach Danzig kommst du aus Deutschland bequem mit dem Zug, per Flugzeug oder mit dem eigenen Auto. Busverbindungen gibt es ebenfalls, aber das zieht sich zumindest ab Berlin für meine Begriffe ziemlich (ca. 9 Stunden).
Der Flughafen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Er ist zudem auch nur 10 Kilometer von der Innenstadt entfernt – Taxi und Uber sind also auch eine gute Alternative.
Geld & Währung
Die Währung in Polen ist der polnische Zloty (PLN). Der Umrechnungskurs liegt mehr oder weniger bei 1:4, d.h. 4 Zloty sind umgerechnet 1 Euro.
Kartenzahlung ist weit verbreitet, manchmal kannst du sogar in Euro bezahlen und bekommst das Rückgeld in Zloty. (Ist aber dann in der Regel ein schlechtes Geschäft.) Beim Bezahlen mit Kreditkarte wähle unbedingt die Bezahlung in Zloty statt Euro, so bekommst du den tagesaktuellen Umrechnungskurs.
Ganz so ohne lokales Bargeld geht es aber nie, finde ich. Daher hebe ich in Polen immer noch etwas Bargeld mit meiner DKB Kreditkarte* ab, damit kann ich an fast jedem Geldautomaten gebührenfrei Bargeld abheben und bin für alle Eventualitäten gerüstet.
In der Stadt findest du auch einige unabhängige Wechselstuben, allerdings ist der Kurs dort entsprechend schlechter.
Sprache & Kommunikation
An vielen Stellen gibt es Informationen nur auf Polnisch, und auch wenn ich schon so oft in Polen war – die Sprache schafft mich einfach. Es sind einfach zu viele Konsonanten :) Irgendwann habe ich es aufgegeben, über „Guten Tag“ und „Danke“ hinauszukommen und mich meinem Schicksal ergeben. Zum Glück sprechen viele jüngere Polen mittlerweile Englisch, so dass man gerade an besonders touristischen Orten wie Danzig auch mit englischen Sprachkenntnissen zurechtkommt.
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