Shibuya, Tokio: Die berühmte Kreuzung in Japan!

Im Stadtteil Shibuya in Tokio findet man eine der faszinierendsten Kreuzungen der Welt. Als ob in Tokio nicht schon alles andere faszinierend genug wäre. Überall blinkt und leuchtet es, die Japaner sind gleichermaßen verrückt nach Verrücktem und dann doch wieder bemüht, in der Masse nicht aufzufallen. Aber jeder denkt bei Tokio wohl an diese große Kreuzung, über die täglich Millionen Menschen gehen.

Shibuya – die verrückteste Kreuzung der Welt

Tokio hat ja kein richtiges Stadtzentrum. Trotzdem fühlt sich die berühmte Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya an wie das Epizentrum Tokios. Das denken auch viele andere Touristen und klettern auf Blumenkästen für die bessere Fotoperspektive oder versuchen, einen der Fensterplätze im Starbucks in der zweiten Etage eines Eckgebäudes zu ergattern, von denen man die perfekte Draufsicht auf die krasseste Kreuzung Tokios, wenn nicht sogar der Welt, hat. (Übrigens: das mit dem Fensterplatz im Starbucks kann man bei wenig Zeit knicken, versucht es erst gar nicht.) Hört sich alles lächerlich an, aber ich bin auch ein paar Mal über die Kreuzung hin und her gelaufen. Weil Japaner einfach faszinierend sind. Wie choreografiert laufen alle bei grün los, zügig, aber nicht hektisch. Trotz der Menschenmengen wird nicht geschubst, nicht gerempelt, nicht genervt. Alles fließt. Keiner der Autofahrer hupt oder drängelt. Und bei rot? Ist die komplette Straße schlagartig wieder frei von Fußgängern, und Autos schwirren sanft über die Kreuzung. Japaner sind halt einfach elegant.

Hachiko – der berühmteste Hund Japans

Der Bahnhof Shibuya ist übrigens genauso gigantomanisch, hunderte Bahngleise auf mehreren Ebenen, ein wahres Labyrinth. Sollte man sich mal anschauen. So wie den Hund Hachiko, der als Bronzestatue über den Bahnhofsvorplatz wacht. Hachiko holte in den 30er Jahren sein Herrchen immer vom Bahnhof ab, bis dieser irgendwann starb. Hachiko kam aber trotzdem weiter täglich zum Bahnhof, und das über zehn Jahre lang. Wahre Hundeliebe eben.

Shopping in Shibuya

In wohl allen Bereichen kommen die ausgeklügelsten Produkte aus Japan – ich habe mich zum Beispiel als großer Papierfan mit ungefähr zwanzig Kilo Schreibwaren eingedeckt. So schönes, hochwertiges Papier findet man sonst nirgendwo. Und ich habe ein ausgesprochen großes Faible für 100-Yen-Läden (100 Yen sind ca. 85 Cent) in Tokio entwickelt, die so ziemlich alles an Dingen führen, die man nicht braucht – aber für 100 Yen, und dann noch aus Japan, dann doch wieder unbedingt. Wahrscheinlich hätte ich tagelang in den Konsumtempeln Tokio versacken können, hätte da nicht meinen üblichen Auftrag gehabt: Tokio sehen. In 24 Stunden.

Meine Shoppingtipps für Shibuya: 

Tokyu Hands – ein riesiges Kaufhaus, mehr für Einrichtungsgegenstände und Bastelkram, aber allein durch die Größe und das riesige Sortiment sehenswert!
Daiso – einer dieser Krimkrams-Läden, in denen man immer etwas findet. Filialen gibt es auch in vielen anderen Stadtteilen Tokios. Die größte Filiale gibt es in Harajuku.
Can Do – ebenfalls eine Krimskrams-Kette mit vielen japanischen Produkte zum kleinen Preis. Qualität auch hier oft besser, als man denkt!

Ob ich Tokio so schnell nochmal wiedersehe, steht nämlich in den Sternen. Meine Zeit auf der Langstrecke ist bald vorbei, und normalerweise würde ich an dieser Stelle gerne etwas Rührseliges wie „leider, leider“ oder zumindest „mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe ich“ schreiben. Fakt ist aber, dass das eine Auge immer mehr lacht und das weinende Auge oft eher aus anderen Gründen weint. Nicht jeder Job ist für jeden geeignet – eine banale Erkenntnis. Aber immerhin habe ich dann doch etwas in den letzten sieben Monaten gelernt.

Lesetipp für Tokio

Als Reiseführer hatte ich mir übrigens spontan diesen hier noch kurz vorher am Flughafen in München gekauft – ohne Reiseführer in Tokyo geht gar nicht, wie ich fand!
Dumont Direkt Reiseführer Tokio*

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