Saigon: Die besten Sehenswürdigkeiten & Tipps

Warum Saigon definitiv ein attraktiver Stopp für jede Vietnam-Reise ist, erfährst Du in diesem ausführlichen Artikel über die Top-Sehenswürdigkeiten von Ho Chi Minh City.

Planst Du während Deiner Reise nach Vietnam einen Stopp in Ho Chi Minh City bzw. Saigon? Da bist Du hier genau richtig: In diesem Artikel verrate ich meine besten Saigon Tipps und welche Saigon Sehenswürdigkeiten Du nicht verpassen darfst! Ob das beste Street Food, die coolsten Restaurants und die besten Unterkünfte: In diesem Guide für Ho Chi Minh City (offizieller Name von Saigon!) wirst Du fündig.

Straße im Ho Thy Ky Flower Markt Blumenmarkt Saigon

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Saigon

Saigon ist zwar die größte Stadt Vietnams, aber erschlägt einen längst nicht so wie Bangkok oder Hongkong. Das einzige, was wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und das gilt aber generell für ganz Vietnam) ist der Verkehr mit Trillionen von Rollern, von denen jeder Vietnamese mindestens einen besitzen zu scheint. Hupen ist eine Form, sich im Verkehr bemerkt zu machen, geblinkt wird dafür nicht - also ist der Verkehr in einer Stadt wie Saigon einfach eine riesige, laute Welle aus hupenden Rollern.

Beliebt sind auch sogenannte Mototaxis, Roller als Taxi, auf die man einfach aufhüpft. Gerne genutzt wird dafür auch Grab, ein Taxi-Service ähnlich Uber, bei dem man zwischen Motoroller oder normalem Taxi wählen kann. Bei 40 Grad habe ich allerdings meist das Auto genommen - und die Klimaanlage genossen. Überhaupt ist Grab eine optimale Möglichkeit, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen, es ist günstig, und wesentlich einfacher, als die Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. 

Saigon gehört zu jeder Vietnam-Reise!

Vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal in Vietnam war. Das Land habe ich damals sehr zwiespältig verlassen - die volle Begeisterung blieb irgendwie aus. Ich kannte vorher in Südostasien nur Thailand, ein Land, dass es westlichen Touristen sehr einfach macht, sich sofort wohl zu fühlen. In Vietnam habe ich das damals etwas anders empfunden. Aber dazu später mehr. Da ich beim letzten Mal die wichtigsten Orte in Nordvietnam wie Halong Bay, Hanoi, Hoi An, Hue und Da Nang besucht hatte und für den Süden die Zeit fehlte, wollte ich diesmal Saigon, das Mekongdelta und noch einiges mehr kennenlernen und es nochmal mit Vietnam versuchen.

Wer hier schreibt

Hey, ich bin Tatiana & die Bloggerin hinter The Happy Jetlagger. Ich schreibe hier ehrlich, leidenschaftlich und authentisch über meine Reisen. Alle Tipps wurden von mir eigenhändig recherchiert!

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1. Das Hauptpostamt & die Kathedrale Notre-Dame

Saigon wartet mit wenigen wirklich spektakulären Sehenswürdigkeiten auf, dennoch sind viele Orte interessant. Das Hauptpostamt zum Beispiel wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut, und die Stahlkonstruktion im Inneren wurde von Gustave Eiffel konzipiert. Groß am Kopf der Haupthalle hängt ein Porträt von Ho Chi Minh. Skurril: In den Seitenflügeln sowie in der Mitte der Halle sind Souvenirshops untergebracht und das gesamte Postamt ist mit Touristengruppen gefüllt, während rundherum an den Postschaltern der ganz normale Betrieb mit dem Kaufen von Briefmarken und dem Abholen von Paketen weitergeht. 

Sehenswürdigkeiten in Saigon Hauptpostamt
Das Hauptpostamt in Saigon stammt aus der französischen Kolonialzeit.
Saigon Sehenswürdigkeiten Bild von Ho Chi Minh im Hauptpostamt Saigon
Regulärer Betrieb im Hauptpostamt von Saigon unter dem übergroßen Porträt von Revolutionsführer Ho Chi Minh.
Saigon Sehenswürdigkeiten Uhr und Karte im Hauptpostamt von Saigon
Französische Spuren findet man überall in Saigon.

Den großen architektonischen Einfluss der Franzosen sieht man auch an einer anderen Sehenswürdigkeit Saigons, der Kathedrale Notre-Dame (ja, auch hier gibt’s eine!), gleich gegenüber vom Hauptpostamt. Zur Zeit wird sie renoviert. 

Kathedrale Notre-Dame in Ho Chi Minh City Saigon Vietnam
Auch die Notre Dame Kathedrale ist ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit in Saigon.

2. Ho Chi Minh City People’s Committee und Saigon Opera House

Zwei weitere Sehenswürdigkeiten aus der französischen Kolonialzeit sind das Ho Chi Minh City People’s Committee, das Rathaus von Saigon, sowie das Opernhaus von Saigon. Während das Rathaus nicht besichtigt werden kann, lässt sich das Opernhaus bei Aufführungen besuchen: Die Akrobatikshow mit südvietnamesischen Einflüssen soll sehr sehenswert sein!

Hier geht’s zur A-O- und Teh Dar Show im Saigon Opera House*

Saigon Sehenswürdigkeiten Rathaus im Abendlicht Ho Chi Minh City People's Committee
Könnte so auch in Kalifornien stehen: Das Rathaus von Saigon.
Saigon Sehenswürdigkeiten Statue von Ho Chi Minh
…bis auf die riesige Ho Chi Minh Statue davor natürlich.
Saigon Sehenswürdigkeiten Opera House
Manchmal sogar mit rotem Teppich: Das Saigon Opera House.

3. Aussichtsplattformen auf dem Bitexco Financial Tower & Landmark 81

Der Bitexco Financial Tower ist nach dem brandneuen Landmark 81 etwas außerhalb der Stadt der zweithöchste Wolkenkratzer Saigons. Auffällig ist die große, herausragende Plattform oben auf dem Turm. Das ist aber nicht die Aussichtsplattform, sondern ein Helikopterlandeplatz. Viel genutzt wird er scheinbar nicht - und es scheint eher wie ein Prestigeobjekt. Das Skydeck etwas darunter in der 49. Etage ist die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, für umgerechnet ca. 8 Euro hat man hier einen Ausblick über Saigon. Weiter oben befindet sich noch ein Restaurant bzw. eine Bar, ohne Eintritt, dafür muss man hier verständlicherweise etwas konsumieren. 

Sehenswürdigkeiten in Saigon Bitexco Tower  aus Hinterhof
Größer kann der architektonische Kontrast kaum sein. Aus einem alten Hinterhof schaut man direkt auf den Bitexco Tower.

Das Landmark 81 besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform. Ich habe mir den Ausblick von beiden Locations allerdings geschenkt, da die Zeit knapp geworden ist - und ich schon vom Flugzeug aus einen fantastischen Blick auf die Stadt hatte. Vom Ufer gegenüber ist die Aussicht auf Saigon ebenfalls grandios!

Skyline von Ho Chi Minh City bei Nacht
Die Skyline von Saigon bei Nacht: Ein bisschen wie Shanghai.

Tipp: Abends ist hier der Treffpunkt der Locals. Es gibt die obligatorischen Street-Food-Stände und improvisierte Cocktailbars, und den Tag hier auf einem der Klappstühle mit bester Sicht auf die Skyline von Saigon ausklingen zu lassen, ist perfekt! Und das Beste: Kein Tourist-Gedöns!

3. Ben Thanh Markt

Märkte steuere ich in fremden Städten immer gerne an - mich im Gewusel verlieren und dabei besonders in fernen Ländern Exotisches entdecken, das ist genau meins. Der Ben-Thanh-Markt liegt mitten in der Stadt - eine große, überdachte Markthalle mit Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und Streetfood-Ständen. Allerdings ist er auch totaler Touristenmagnet, wer es lieber etwas einheimischer mag, der sollte einen Markt wie den Tan Dinh Markt oder den An Dong Markt ansteuern.

Saigon Sehenswürdigkeiten Ben Thanh Markt mit Marktständen
Auf dem Ben Thanh Markt gibt es alles: Essen, Handtaschen, Maßanzüge, falsche Wimpern im Sparpack.
Schnecken, Langusten und Meeresfrüchte im Ben Thanh Markt, Sehenswürdigkeit in Saigon
Schneiderei im Ben Thanh Markt in Saigon
Maßanzüge in einem Tag: In Vietnam kein Problem.

Gleich neben dem Ben-Thanh-Markt gibt es auch ein bekanntes Pho-Restaurant, das Pho 2000. Pho ist eines der Nationalgerichte Vietnams, das man unbedingt einmal probieren sollte! Pho ist eine Nudelsuppe, der am Tisch noch frische Kräuter, Chili und Limettensaft hinzugefügt werden. Es gibt sie traditionell mit Huhn- oder Fleischeinlage, oft auch noch mit Tofu als vegetarische Variante. Pho 2000, ein einfaches Restaurant, ist vor allem zur Berühmtheit gelangt, nachdem hier im Jahr 2000 Bill Clinton auf Staatsbesuch eine Pho geschlürft hat. 

Pho 2000 in Saigon
Pho 2000: Bill Clinton war hier.
Pho Suppe im Pho 2000, Restaurant Tipp in Saigon
Vietnamesische Pho: Nudelsuppe mit vielen frischen Kräutern. Eine Spezialität!

5. Wiedervereinigungspalast

Der Wiedervereinigungspalast war vor dem Vietnamkrieg der Sitz des südvietnamesischen Präsidenten. Mit dem Fall von Saigon am 30.April 1975 durch die Vietnamesische Volksarmee und deren Panzern, die hier über die Zäune rollten, wurde der Vietnamkrieg beendet. Heute können das Gelände sowie einige Räume besichtigt werden. 

Propaganda Plakat Kriegsende vor Wiedervereinigungspalast, Saigon, Vietnam
Jedes Jahr wird das Kriegsende groß gefeiert. Überall in der Stadt hängen Plakate wie aus einer anderen Zeit.

6. War Remnants Museum (Kriegsmuseum)

Das Kriegsmuseum war wohl meine größte Enttäuschung in Saigon. Viele Touristen, mit denen ich zuvor gesprochen habe, waren hellauf begeistert vom Kriegsmuseum, das als eines der größten und besten seiner Art in Asien gilt. Ich habe mir wirklich alles von oben bis unten (das Museum verteilt sich über drei Etagen) angesehen, in der Hoffnung, etwas mehr über die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe des Vietnamkriegs zu erfahren.

Die Möglichkeit, dass die Darstellungen parteiisch sind, fand ich durchaus spannend und habe irgendwie auch damit gerechnet. Obwohl ich vielfach gehört hatte, dass die Ausstellung durchaus neutral gehalten sei. Meiner Erfahrung nach ist sie das allerdings null! Zudem ist die Ausstellung technisch sehr schlecht gestaltet. Besonders hat mich die Fotoausstellung berühmter Kriegsfotografen interessiert - nur sind die eigentlich beeindruckenden Bilder so schlecht ausgeleuchtet, dass man sich besser einen guten Bildband zu Hand nimmt.

War Remnants Museum, Sehenswürdigkeit in Saigon

Wie erwartet, ist die Ausstellung anti-amerikanisch und lässt die Hintergründe der Gegenseite vollständig aus. Bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dabei aber Neutralität vorzugaukeln, ist doch sehr gewagt. Geschichtliche Hintergründe werden ebenfalls nur am Rande beleuchtet, sodass ich beim Verlassen des Museums nicht das Gefühl hatte, schlauer zu sein, was die Geschichte Vietnams angeht.

Weiterhin fand ich die selbstverständliche Präsentation amerikanischer Kriegsgeräte wie Maschinengewehre, Panzerfäuste und Bomben an jeder Ecke sehr martialisch und verstörend. Gehört zum Thema, aber die Form und Menge waren irgendwie zu viel. 

Kriegsflugzeuge im War Remnants Museum, Saigon
Plakat Solidarität mit Vietnam aus Vietnamkrieg im War Remnants Museum, Saigon

Mein ganz persönlicher Tiefpunkt waren allerdings zwei andere Dinge: Zum einen der Souvenirshop, der völlig unpassende Souvenirartikel von Kartenspielen über amerikanische Hollywood-Filmposter bis zur Biografie von Michelle Obama anbietet (wenn hier doch sonst alles anti-amerikanisch ist) - zum anderen die Tatsache, wie Besucher sich freudestrahlend mit den Panzern vorm Museum fotografieren lassen. Bei den beiden Mädchen, offensichtlich Touristinnen aus dem Westen, die sich von einem Freund bei ihrer fröhlichen Cheerleading-Tanz-Choreographie zwischen Panzern und Kriegshubschraubern filmen ließen, fiel mir dann endgültig die Kinnlade herunter. 

Souvenirshop im War Remnants Museum, Saigon

7. Ho Thy Ky Blumenmarkt

Vietnamesen lieben Blumen. Oft werden Blumen als Dekoration bei den zahlreichen Festivals im Jahr oder als religiöse Opfergabe genutzt. Auf dem Ho Thy Ky Flower Market kann man in ein Meer von Blumen eintauchen und dabei leckeres Street Food probieren. Die meisten Blumen hier kommen aus der Bergregion weiter nördlich um Dalat oder aus dem Mekongdelta. Ich habe übrigens vergeblich versucht rauszufinden, was genau dem Blumenwasser hinzugefügt wird, damit sie so unfassbar frisch bleiben. Vor allem bei Lufttemperaturen von knapp 40 Grad… Die Chemiekeule lässt wohl grüßen. Im Übrigen habe ich gelesen, dass man in Vietnam die Finger von Äpfeln lassen sollte, weil sie dort so unfassbar stark gespritzt werden – also Vorsicht.

Saigon Sehenswürdigkeiten: Blumen auf dem Ho Thy Ky Flower Market

8. Tan Dinh Kirche / Pink Church

Das Besondere an dieser Kirche ist eigentlich – der Name lässt es erahnen – ihre Farbe. Von oben bis unten in Pink, auch innen, ist diese Kirche der heilige Ort aller asiatischen Instagrammerinnen. So scheint es zumindest, wenn man die Horden junger Mädchen vor der Kirche posieren sieht; alle auf der Suche nach dem besten Fotospot. (Sucht mal auf Instagram nach #pinkchurch!) Ich hätte mir die Kirche auch gerne von innen angesehen - leider war gerade Gottesdienst. 

Saigon Sehenswürdigkeiten Rosa Kirche Tan Dinh Pink Church
Eine pinkfarbene Kirche in Saigon: Schon schön.
Mädchen vor Pink Church, Ho Chi Minh City
Selfie-Alarm vor der pinken Kirche in Saigon.

9. Sri Mariamman Tempel 

Die hinduistische Community in Vietnam ist nicht besonders groß, daher ist der Sri-Mariamman-Tempel in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes auch nicht so spektakulär. Wenn man eh in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch. Achtung: Schuhe aus! 

Sri Mariamman Tempel von innen, Saigon

10. Pham Ngu Lao - Backpacker Street mit Nachtmarkt

Nach Einbruch der Dunkelheit tobt hier das Nachtleben. Wummernde Bässe, Street-Food-Verkäufer mit ihren Wägelchen, einschlägige Mädchen, westliche Touristen von Backpackern bis Neckermann Reisen, aber auch Einheimische – die Pham Ngu Lao muss man erlebt haben.

Während des Vietnamkriegs haben sich hier entlang der Straße Lokale und Unterkünfte angesiedelt, von teuer bis billig. Hier konnten sich die amerikanischen Truppen mit allem eindecken, was sie brauchten. Irgendwie ist der westliche Einfluss bis heute geblieben und man findet immer noch zahlreiche Bars und Unterkünfte rund um die Pham Ngu Lao. 

Saigon Sehenswürdigkeiten Nachtleben auf der Pham Ngu Lao
Party jeden Tag: Die Pham Ngu Lao erinnert ziemlich an die Khao San Road in Bangkok.

Ausflüge ab Saigon: Was kann man sich noch ansehen? 

Ab Saigon lassen sich eine Reihe von Ausflügen unternehmen. Beliebt ist ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel. Während des Vietnamkrieges wurde das bereits zu Kolonialzeiten bestehende Tunnelsystem von den Vietcong so erweitert, dass eine komplette Infrastruktur mit Wohneinheiten, Krankenhäusern und Schulen entstand.

Besonders an den Verbindungstunneln ist die Größe: 80 Zentimeter Höhe, 60 Zentimeter Breite. Ein Tunnelstück ist bis heute erhalten (und für die riesigen Touristen aus dem Ausland auch etwas vergrößert worden) und kann besichtigt werden. 

Hier kannst Du Deine Tour zu den Cu-Chi-Tunneln buchen*

Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Tagestour ins Mekongdelta, um dort die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zu besuchen. Allerdings ist eine Tagestour wirklich sehr knapp bemessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Massentour mit Kaffeefahrtcharakter landet, ist hoch. Mehr Tage zu buchen scheint mir ratsam.

Mehrtägige Touren durch das Mekongdelta*

Ich war nach Saigon auch im Mekongdelta. Da ich aber vorerst nicht zurück nach Saigon wollte, bin ich auf eigene Faust dorthin:

Hier geht’s meinem Artikel über die schwimmenden Märkte im Mekongdelta

Meine ganz persönlichen Saigon Tipps: Street Food & Cafés

Von den typischen Sehenswürdigkeiten, die auch so in jedem Saigon Reiseführer zu finden sind, abgesehen, fand ich noch einiges mehr in Saigon spannend! Besonders interessant fand ich die vielen wirklich tollen und einzigartigen Cafés und Restaurants, die sogar mich als in dieser Hinsicht verwöhntem Berliner begeistert haben. Und das leckere Street Food, das ich wohl ohne eine tolle Street Food Tour niemals so entdeckt hätte.

Aber am allerbesten waren die tollen Locals, die meine schlechten Erfahrungen vom letzten Mal sofort vergessen ließen und mir eine Menge toller Tipps gegeben haben. Ich denke oft, dass man einem Land unbedingt noch ein zweites Mal besuchen sollte, auch wenn das erste Mal nicht besonders schön war. Manchmal erschließt sich ein Land einem erst bei einem zweiten Besuch.

Wo bekommt man das beste Street Food in Saigon? Was ist typisch vietnamesisches Street Food?
Mehr über Street Food in Saigon

Saigon Sehenswürdigkeiten Katinat Café
Es gibt unzählige Cafés in Saigon - und eines schöner als das andere.

Praktische Tipps für Saigon - Informationen für deine Reise

Vom Flughafen in die Stadt

Wenn du mit dem Flugzeug am Flughafen ankommst, kannst du entweder ein reguläres Taxi, Grab oder den öffentlichen Airport-Bus in die Stadt nehmen. Der Flughafen ist nur 7 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ein Taxi wird also nicht ganz so teuer. Ich habe die ganze Zeit Grab benutzt, da ich einiges über getürkte Taxameter und falsche Taxis gelesen habe. Mir war Grab lieber, da dort, wie bei Uber, der Preis von vornherein feststeht. Von der Stadt aus zum Flughafen habe ich einmal ca. 90.000 Dong bezahlt, das sind ca. 4,50€. Günstiger ist nur der Flughafenbus, der über den Ben-Thanh-Markt zum Busbahnhof in der Nähe der Pham Ngu Lao fährt: 20.000 Dong, knapp 1 €. 

Mit dem Bus weiter

Willst Du von Saigon aus mit dem Bus weiter, so hilft Dir in der Regel jedes Hotel oder jede Reiseagentur weiter. Beliebt und gut sind die meist orangefarbenen Überlandbusse von FUTA Travel. Diese unterhalten Büros in der ganzen Stadt, auch in der Nähe der Pham Ngu Lao. Dort kannst Du ein Ticket kaufen und wirst mit einem Minibus zum Busbahnhof gefahren, der sich außerhalb des Stadtzentrums befindet. Preise sind sehr günstig, Komfort ist okay - die Sleeper-Busse mit ihren halbflachen Liegesitzen auf 2(!) Etagen haben mir mit 1,60 m Körpergröße vollkommen ausgereicht. Ausgewachsene europäische Männer haben es da schwerer. 

Fortbewegen innerhalb der Stadt

Innerhalb Saigons kann ich Grab nur empfehlen! Obwohl es gutes WLAN an jeder Ecke gibt und du die App nutzen kannst, würde ich dir den Kauf einer lokalen SIM-Karte ans Herz legen, die du gleich am Flughafen kaufen kannst. Oder du kaufst bereits im Voraus eine eSIM; ich nutze dazu gerne eSIMs von Saily oder Holafly.

Sicherheit in Saigon: Ist es gefährlich?

Ich bin mehrfach von Einheimischen vor Taschen- und Handydiebstahl gewarnt worden. Anscheinend werden Handys gerne mal von Taschendieben, die auf Rollern vorbeifahren, aus der Hand gerissen. Ähnliches passiert wohl auch mit Handtaschen oder Rucksäcken, die man nur auf einer Schulter trägt. Auf beiden Schultern getragen ist man da wohl safe. Ich habe mich allerdings als Alleinreisende jederzeit relativ sicher gefühlt, auch nachts. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum ich immer eine lokale SIM-Karte kaufe und das Handy immer parat habe - wenn es mir unangenehm wird, ist in wenigen Minuten ein Grab-Taxi da.

Beste Reisezeit für Saigon: Wann reist man am besten nach Südvietnam?

Im Prinzip gliedern sich die Jahreszeiten in Vietnam in eine Trockenzeit (November bis April) und eine Regenzeit (Mai bis Oktober). Die  für Europäer ist im europäischen Winter. Kurz vor der Regenzeit wird es dann nochmal richtig heiß und feucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nur was für Hartgesottene! Hardcore-Sightseeing-Programme müssen da schon etwas zurückstehen – ansonsten bieten sich häufige Pausen an.

Katze in Bastkorb

Unterkunft in Saigon 

Die meisten Touristenhotels befinden sich rund um die Pham Ngu Lao (mit vielen Backpackerunterkünften) oder mitten im Zentrum. Rund um die Pham Ngu Lao kann es aber sehr laut werden, wer da auf entspannte Nachtruhe hofft, ist vielleicht mit einer anderen Unterkunft besser beraten. 

Ich habe mich für eine Unterkunft etwas außerhalb des Trubels, aber dennoch sehr zentral entschieden. Das Common Room Project* ist eher ein Wohnprojekt als ein Hotel – wirklich sehr nette Mitarbeiter und alles in allem eine sehr warmherzige und einladende Atmosphäre. Es gibt sowohl Dorms als auch Privatzimmer.

Buche dein Zimmer im Common Room Project am besten im Voraus (es gibt nur wenige Privatzimmer)

Als ich einmal sehr spät zurückkam, sprang der Rezeptionist ganz erleichtert und aufgeregt zugleich von seinem Stuhl auf – er hätte sich schon Sorgen um mich gemacht, weil er mich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

Legendär ist auch die Dachterrasse, auf der auch gerne Kinoabende veranstaltet werden. Und was mich als Brasilianerin umso mehr freute: Die Caipirinha-Bar macht die wohl besten Caipirinhas in Vietnam! 

Caipifruta mit Maracuja in Rooftop Bar in Saigon Vietnam

Sagt man Saigon oder Ho Chi Minh City?

Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Sage ich jetzt nun Ho Chi Minh City oder Saigon? Schließlich will ich ja nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten. Schon beim letzten Mal ist mir in Vietnam aufgefallen, dass (zumindest gegenüber Touristen) politische Themen gerne vermieden werden. Vietnam ist ein kommunistisches Land, aber wie auch in China, verschwimmen oberflächlich gesehen die Grenzen zum Kapitalismus sehr stark und mit einem Starbucks oder H&M vor der Nase ist man ziemlich irritiert, was denn nun hier kommunistisch sein soll.

Katinat Café an Kreuzung in Ho Chi Minh City Vietnam

Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Machtübernahme der kommunistischen Vietcong im Süden Vietnams verlor Saigon seinen Namen, der noch aus der französischen Kolonialzeit stammte, und wurde 1976 nach dem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen (kommunistischen) Revolutionsführer Ho Chi Minh benannt. Mit dem Namen ist also ein gewaltiges Stück Geschichte verbunden.

Ich habe mich dann mehrmals vorsichtig erkundigt, die Einheimischen sagen allerdings auch immer noch Saigon – nur bei offiziellen Anlässen wird Ho Chi Minh City benutzt. (Im Übrigen ist die politische Geschichte Vietnams sehr komplex. Ich gebe mir Mühe, das hier wahrheitsgemäß und korrekt wiederzugeben. Schliesslich sollte auch ein Reiseblogger, der nur oberflächlich Orte besucht, auf geschichtliche Zusammenhänge achten. Wer aber mehr Ahnung hat oder Korrekturen anmerken will - bitte sehr gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr.)


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