Rom: 5 Klassiker in der ewigen Stadt

von Tatiana
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Ich vermisse Italien. Früher war ich on duty in meinem Brotjob immer viel in italienischen Städten, Mailand, Turin, Neapel, Verona, Genua und noch viele mehr. Ich war eine Zeitlang so oft in Florenz, dass es mir fast zum Hals raushing – bei einer Stadt wie Florenz unglaublich, oder? Nur in Venedig, da war ich nie. Und in Rom. Zeit also, das nachzuholen. Nach Venedig bin ich diesen Sommer auch nach Rom gereist – und es war… naja, lest selbst.

Für alle Rom-Anfänger habe ich hier ein paar Tipps zusammengetragen, was man gesehen haben muss, ein paar wichtige und weniger wichtige Sehenswürdigkeiten, Rom-Klassiker, kleine Hinweise und ein paar erste Eindrücke – keine Garantie auf Vollständigkeit, nur ein subjektiver Bericht, aber für alles andere gibt’s ja auch ausführliche Reiseführer, nech?

Klassiker No.1: Das Kolosseum

Irgendwie dachte ich immer, das Kolosseum steht mitten im Stadtzentrum von Rom. Stimmt aber gar nicht so. Von meinem Hostel in der Nähe des Hauptbahnhofs* konnte man aber gut hinlaufen, für alle anderen gibt’s ’ne U-Bahn-Station direkt davor.

Und dann ist man da – vor dem riesigen Monstrum Kolosseum. Unglaublich, wie groß schon damals gebaut worden ist und wie sehr die Bauweise auch heutige Stadien geprägt hat. Die massiven Steine überall, die Größe überhaupt: Wer in Rom sich nicht das Koloseum anschaut, hat was verpasst.

Im Sommer sind die Warteschlangen unendlich, auch, wenn man wie ich meint, eine halbe Stunde nach Öffnung um 8 Uhr wäre schon früh genug. Tickets kann man online für eine bestimmte Eintrittszeit im voraus bestellen – aber oft sind diese schon hoffnungslos ausverkauft.

Zum offiziellen Ticketvorverkauf für das Kolosseum 

Neben dem offiziellen Ticketshop gibt es auch diverse kommerzielle Touranbieter, die sowohl online als auch vor Ort Tickets mit bevorzugtem Einlass verkaufen, damit man nicht Schlange stehen muss. Ich habe mich tatsächlich in meiner Verzweiflung auch vor Ort für diese Variante entschieden und habe am Ende 30€ bezahlt, was schon der runtergehandelte Preis war (ja, unbedingt verhandeln!). Warten muss man dann trotzdem, bis die ganze Gruppe zusammen ist, aber dafür kriegt man dann auch ein paar Extra-Infos vom Tourguide. Insgesamt ist die Ticketsituation ziemlich undurchsichtig, daher würde ich empfehlen, frühzeitig zu versuchen, ein Ticket über die offizielle Vorverkaufsstelle zu erhalten.

Tipp: Wenn du noch mehr Sehenswürdigkeiten in Rom besuchen möchtest, lohnt sich vielleicht der Kauf des Rom City Pass– hiermit bekommst du in vielen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt oder Vergünstigungen!

Das Beste: weniger Anstehen, auch im Kolosseum! Ach ja, und sogar eine Hop-On-Hop-Hop-Off-Bus-Rundfahrt und ein Tagesticket für die Öffis sind auch noch inklusive!

Zum Rom City Pass*

Klassiker No. 2:  Der Petersdom

Für den Petersdom gilt ebenfalls: Schlange stehen ist vorprogrammiert (zumindest im Sommer). Nachmittags soll die Wartezeit kürzer sein, dennoch: Am Ende waren es 40 Minuten in sengender Hitze. Die Zeit kann man sich aber damit vertreiben, den Petersplatz in seiner vollen Pracht zu bewundern: Die riesige, von Kolonnaden umrahmte Fläche ist beeindruckend. Und innen – naja, bei so viel Kunst, Gold und Prunk bleibt niemand ungeflasht.

Besuch im Petersdom – Worauf man achten sollte!

Der Eintritt in den Petersdom ist frei. Allerdings muss man vor dem Hineingehen eine Sicherheitskontrolle passieren. Der Petersdom ist eine religiöse Stätte, daher vor allem im Sommer auf die richtige Kleidung achten: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, dafür aber keine Kopfbedeckung!

Klassiker No. 3: Fontana di Trevi

Wer kennt ihn nicht, den riesigen Trevi-Brunnen, in dem einst Anita Ekberg badete? Kann man sich heute noch in Fellinis Film La Dolce Vita ansehen. Der Brunnen wirkt übrigens live noch viel spektakulärer, zum einen durch die wirklich riesigen Menschenmassen, die sich um ihn scharen, aber auch, weil er im Vergleich zur kleinen Piazza di Trevi monströs ist. Die Fontana di Trevi erstreckt sich über die gesamte Fassade eines Palazzo und ist so detailreich aus Marmor gearbeitet, dass man immer wieder neue Seiten entdecken kann.

Wer das Rom-Erlebnis komplett machen will, wirft eine Münze über die Schulter in den Brunnen. Aber Achtung: Im Sommer direkt an den Brunnen zu kommen, ist dank der Menschenmassen nahezu unmöglich, es sei denn, man scheut nicht davor zurück, sich mit seinem Selfie-Stick den Weg durch die Menge zu stochern.

Klassiker No.4: Die spanische Treppe

In der Nähe der Fontana di Trevi befindet sich die Scalinata di Trinità dei Monti – so heißt die Spanische Treppe im Original, benannt nach der Kirche, zu der sie hinaufführt.

Der deutsche Name leitet sich ab vom Platz unten, der Piazza di Spagna. Und eigentlich ist die Spanische Treppe nur eine Treppe – dafür aber riesengroß, überwindet einen ziemlichen Höhenunterschied und ist Treffpunkt und Abhängeort zugleich. Platz ist ja auf der Treppe genug.

Klassiker No.5: Das Pantheon

Seit über 1500 Jahren ist das Pantheon eine katholische Kirche – allein das ist ja schon unglaublich. Noch unglaublicher, dass es noch viel älter ist, nämlich schon fast 2000 Jahre und damals höchstwahrscheinlich ein Tempel für alle möglichen Gottheiten war.

Das Pantheon ist ein Kuppelbauwerk und war Inspiration für so einige bekannte Bauwerke, zum Beispiel für das Kapitol in Washington. Mitten in der Kuppel klafft ein großes Loch als einzige Lichtquelle – und wenn es regnet, tja, dann regnet’s einfach mitten ins Pantheon rein. Wobei der Boden so konstruiert wurde, dass sämtliches Regenwasser einfach abläuft. Ziemlich faszinierend.

Unterkunft in Rom – Wo übernachten?

In Rom unterzukommen ist nicht schwer, selbst mitten im Sommer. Airbnb ist beliebt – aber bitte lest hierzu vorher noch meinen Artikel über Airbnb, da muss man vor allem in Städten wie Rom ziemlich aufpassen. Als Belohnung winken auch 25 € Guthaben für die erste Buchung ;)

Zum Artikel über Airbnb

Nein, ich will direkt meine 25 € abkassieren -> zu Airbnb

Ansonsten wird in vielen Artikeln und Reiseführern* von der Gegend um den Bahnhof Termini abgeraten. Dort befinden sich jede Menge Hotels, allerdings sind viele Leute nicht gerade begeistert vom Bahnhofsflair drumherum. Ich gebe zu, wenn man wie ich in Berlin-Neukölln wohnt, hat man wahrscheinlich andere Maßstäbe –  ängstlich war ich dort auch nachts nicht.

Empfehlen kann ich sehr das Generator Hostel (gibt auch günstige Doppelzimmer): Sauber, nett, stylisch.

Zur Buchung Generator Hostel Rom*

Die Gegend wird auch immer „zivilisierter“ und die Nähe zum Bahnhof, von dem man auch schnell und gut zum Flughafen und überall sonsthin kommt, machten die Lage für mich perfekt.

Mehr über Rom folgt – ein paar Tipps hab’ ich noch!

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6 Kommentare

Marie 23.10.2018 - 18:19

Ach wie schön! Ich war bei meiner Abschlussfahrt in Rom. Das ist jetzt zwar schon zehn Jahre her, aber ich weiß noch, wie toll ich die Stadt fand :). Wo ich deine Fotos sehe und deinen Bericht lese, wird mir klar, dass ich unbedingt noch mal dorthin müsste!
Vielen Dank für die Inspirationen!

Liebe Grüße,
Marie

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Tatiana
Tatiana 23.10.2018 - 19:14

…die Zeit vergeht einfach viel zu schnell, das kenne so gut! :) Aber ich freue mich sehr, wenn ich dir mit dem Post schöne Erinnerungen zurückbringen konnte!
Auf dass du bald mal wieder hinkommst!
Liebe Grüße,
Tatiana

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Nele 24.10.2018 - 15:34

Toller Bericht wieder süße ! Und die Bilder erst!! Herrlich : ) Ich war da noch nie, leider. Hoffe das ändert sich bald. Liebe Grüße Nele

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Tatiana
Tatiana 25.10.2018 - 9:02

Wie lieb von dir, danke Nele! <3 Rom ist echt beeindruckend, ich denke, das war auch garantiert nicht mein letztes Mal!

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Elena 29.10.2018 - 13:45

Liebe Tatiana,
ich war schon mehrfach in Rom und plane seit einiger Zeit wieder hinzufahren. Die von dir genannten Sehenswürdigkeiten kenne ich natürlich, aber dennoch hat mich dein Artikel motiviert, diese tolle Stadt doch auf meiner Todo-List etwas nach vor zu reihen. Rom ist immer eine Reise wert. außer im Sommer vielleicht, wenn es 35° hat :-)
Viele liebe Grüße aus Salzburg
Elena

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Tatiana
Tatiana 29.10.2018 - 15:25

Hallo Elena,
wie schön, dass ich sogar eine Rom-Kennerin wieder auf den Geschmack bringen konnte! Ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort, das nächste aber auch lieber im Frühjahr oder Herbst :)
Liebe Grüße,
Tatiana

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