roadtrip route

Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

Route 66. Schon allein der Name ruft die verschiedensten Assoziationen hervor: Ich träume von Freiheit, endlosen Straßen durch den Mittleren Westen Amerikas und fahren, fahren, fahren in die Weite eines Landes, das mir mit jedem Besuch rätselhafter und faszinierender zugleich erscheint. Wusstet ihr eigentlich, dass die Route 66 mitten im Herzen von Chicago startet? Bei The Bean um die Ecke sozusagen? So lassen sich ein paar Tage Chicago perfekt mit einem kurzen Ausflug entlang der Route 66 verbinden: Ein richtig amerikanischer Roadtrip! Wie im Film halt. Das stand schon immer irgendwie auf meiner Muss-ich-unbedingt-im-Leben-gesehen-haben-Liste.

historic route  sign

Der Charme des Mittleren Westens

Ab Chicago kann man durch ganz Illinois der alten Route 66 folgen, und es fühlt sich an wie eine Zeitreise durch das Amerika des letzten Jahrhunderts. Jeder Ort entlang der Route 66 in Illinois hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte in Verbindung mit der Straße, die nicht nur das Land, sondern auch das Leben der Menschen durchkreuzte. Und diese waren es auch, die diesen Roadtrip so besonders gemacht haben.

alte tankstelle an der route

Schon in Chicago fiel mir die unvergleichliche Freundlichkeit der Leute auf. Der ruppige Berliner in mir war ganz irritiert, als sich mehr als nur einmal wildfremde Menschen vor mich warfen, nur um mir die Tür aufzuhalten. Oder spontane High-Fives mit Schuhverkäufern, die meine Schuhe bewunderten. Oder fremde Frauen, die einem mitten auf der Straße zurufen: „I love your skirt!“ Einfach so. Weil man was Nettes ja auch laut sagen kann, statt nur verstohlen zu gucken. Überhaupt: Nett sein ist hier die Grundausstattung fürs Leben. Und dabei waren wir immer noch in einer anonymen Großstadt!

maisfeld in illinois

Das Ganze sollte aber noch erstaunlicher werden, als wir auf unserem Roadtrip die Stadt verliessen. Erschreckend schnell wurde aus Großstadt Land: Chicago selbst hat nur 2,7 Millionen Einwohner, und der Rest drumherum verteilt sich so gut, dass man relativ schnell das Gefühl hat, bereits auf dem platten Land zu sein, wenn man mit dem Auto die Stadt verlässt.

auf der historic route  in illinois

Und hier erreicht einen wirklich die positive Energie und Lebensfreude des Mittleren Westens. Nicht einmal, nicht ein verdammtes einziges Mal, hatte ich auf unserem Roadtrip das Gefühl, auf schlecht gelaunte oder unfreundliche Menschen zu treffen. Es war verrückt, nahezu unwirklich. Im Gegenteil, die Freude, seine Stadt, seine Route 66, seinen Mittleren Westen zu zeigen, war allen ein Herzensgeste – und dieser Ausbund an positiver Lebenseinstellung und reiner, echter Freude war so mitreißend, dass ich zum ersten Mal wirklich verstand, warum Menschen von Amerika so fasziniert sind.

Route 66 – eine Straße voll amerikanischer Geschichte

Eigentlich gibt es die Route 66 als offizielle Straße gar nicht mehr. Denn irgendwann hatte niemand mehr Lust auf fast 4000 Kilometer Kopfsteinplaster und/oder einspurige Landstrassen: Die Route 66 wurde schon 1926 als wichtigste Ost-West-Verbindung in Betrieb genommen.

Mehr über die Route 66 und was man dort alles erleben kann findest du hier

alte motel schilder in illinois

Was damals eine Revolution für die Infrastruktur war, reichte irgendwann dem zunehmendem Verkehr nicht mehr aus. Die Route 66 wurde mehrfach verlegt und umgebaut, bis sie an den meisten Stellen durch Interstate Highways ersetzt wurde. Was blieb, war der Mythos. Zusammen mit den skurrilen Geschichten, den herzlichen Menschen und den vielen Raststätten und Läden entlang der Straße, die mit den auffälligsten Schildern und verrücktesten Bauten vorbeifahrende Autos lockten.

cozy dog diner preisliste

* Transparenz: Auf die Reise nach Chicago und Illinois wurde ich vom Tourismusbüro von Illinois eingeladen.

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Hey! Ich bin Tatiana. Um die Welt zu reisen, war schon als Kind mein Traum. Mit 21 bin ich dann Flugbegleiterin bei einer deutschen Airline geworden.
2015 habe ich The Happy Jetlagger gegründet und bin seitdem auch als Bloggerin, Fotografin und Reiseinfluencerin unterwegs. Hier auf meinem Reiseblog The Happy Jetlagger teile ich Tipps, die vielleicht auch anderswo zu finden sind, aber nirgends so unterhaltsam.

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