Reisejahr 2018 – Ein Jahresrückblick.

Uaah. Der trillionste Blogger-Jahresrückblick. Aber der hier muss einfach sein, schon allein für mich. Wenn man einem Beruf nachgeht, der sich komplett ums Reisen dreht, und dann auch privat viel unterwegs ist, kann man schon mal den Überblick verlieren. Irgendwie war 2018 ein wildes Reisejahr, nix lief so wie geplant oder wie ich es mir gewünscht hatte. Aber rückblickend gesehen, wurde das Jahr doch noch ziemlich spannend. Ein paar der Highlights aus 2018:

Januar

Weihnachten und den Jahreswechsel habe ich wie so oft in Brasilien bei meiner Familie verbracht. Nach einem ziemlich skurrilen Familienurlaub im Nordosten Brasilien in Porto Seguro, war mir dann eigentlich nach Meditation und Yoga auf Bali. Sollte nicht sein, am Ende landete ich nach einem kurzen Zwischenstopp in Lissabon ganz woanders und das war ganz und gar nicht meditativ: New York. Dieses Mal übernachtete ich ganz 2-Broke-Girls-like in Williamsburg und es war fantastisch. Jeden Morgen aufwachen und aus dem Fenster die Skyline von Manhattan sehen: Schon geil. 

Lissabon – der perfekte Stopover zwischen Europa und Brasilien

12 Bilder, bei denen Du sofort nach Lissabon möchtest

Ein Tag in Coney Island.

Februar

Im Februar holte mich das übliche Schneechaos dann doch noch ein. Alle Jahre wieder: Eingeschneite Flieger, Enteisen ohne Ende und gecancelte Flüge, während daheim in Berlin die Kanäle zufroren.

März 

Im März landete ich unverhofft aus dem Standby in Linz, das ist an sich nicht Besonderes, aber dieses Mal hatte ich so unverschämt viel Zeit und Muße, dass ich mich auf nach Salzburg gemacht habe. Ich war vorher noch nie in Salzburg, und was soll ich sagen: Ich war verliebt. Und ich habe den Frühlingsanfang am Bodensee genossen und darüber nachgedacht, warum ich die Langstrecke nicht vermisse. 

Ein Tag in… Salzburg.

Friedrichshafen. Und warum es nicht immer New York-Rio-Tokyo sein muss.

April 

Mallorca geht immer, erst recht, weil es sozusagen mein Zweitwohnsitz ist. Gibt’s Besseres, als beim Café con Leche am Meer zu sitzen und Sonnenstrahlen in sich aufzusaugen? Zurück in Berlin ging’s nach Kirschblüten und Radtour in den Zug nach Sylt, und das tat richtig gut: Keine Flieger, nix mit Flughafen und pure Nordseeluft.

5 Tipps für ein Wochenende auf Sylt

Staycation in Berlin: Radtour um den Müggelsee und die Dahme

Mai 

Im Mai entdeckte ich meine Leidenschaft für analoge Fotografie wieder und verknipste auf meinen On-Duty-Touren diverse Filme in Basel, Luxemburg und Friedrichshafen. Zum Glück hatte ich noch mein Handy, denn aus den Filmen ist größtenteils nix geworden, weil die Kamera streikte. Und ich hatte mal wieder eine Übernachtung mit viel Zeit in Danzig, diesmal bei bestem Ostseewetter für einen Abstecher nach Sopot.

Juni

Eigentlich wollte ich Richtung Südostasien, wie schon seit langem, und am liebsten nach Myanmar. Wirklich geplant hatte ich nix, so wie immer, und dann kamen knapp zwei Wochen USA dazwischen. Eine Woche Chicago, eine Woche Roadtrip durch Illinois, die Route 66 entlang – und es war eine so großartige Reise, dass ich mich immer noch gerne daran erinnere. 

Chicago im Sommer: Die perfekte USA-Städtereise

Juli 

Nach jeder Menge Sommer in Berlin, gab’s noch einen kleinen Zwischenstopp on duty in Minsk, wo ich schon seit Jahren nicht mehr war und wie oft in Osteuropa war ich überrascht, wie schnell sich Städte verändern können. 

August

Mein traditioneller Mallorca-Monat, denn wo ist Sommer schöner als am Meer? Zur Abwechslung bin ich anschliessend noch nach Italien, wo ich eigentlich gerne noch viel länger geblieben wäre, aber nach Venedig und Rom im Touristen-Overload-Monat August hatte ich keinen Bock mehr. Als ob ich nach jahrelanger Florenz-Erfahrung on duty nicht wüsste, dass man beliebte italienische Städte im Hochsommer besser meidet! Merke: Auch Vielflieger können reisetechnisch mal ins Klo greifen. Aber immerhin: Ich war trotz Sommerchaos begeistert von Venedig. 

Venedig im Sommer: Ein Reiseführer für Anfänger.

Die verrückteste Buchhandlung Venedigs. Oder überhaupt auf der Welt.

Rom: 5 Klassiker in der ewigen Stadt

September

Mein September-Plan belohnte mich unter anderem mit ein paar Übernachtungen in Basel, was aus vielerlei Gründen toll war: Bestes Wetter und wir als Crew, die sich für alles begeistern ließ. Das ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr, hat mich aber daran erinnert, warum ich viel lieber in kleinen Crews fliege und in 18 Jahren Fliegerei nie auf die Idee gekommen bin, dies bis auf einen kleinen 9-monatigen Ausflug auf die Langstrecke einer anderen Airline mal grundsätzlich zu ändern. Dazu noch ein Kapitän, der unsere freie Zeit mit soviel Hingabe durchorganisiert hat, dass wir uns im wahrsten Sinne des Wortes nur noch im Rhein beim Rheinschwimmen treiben lassen mussten, um die letzten warmen Spätsommertage vollends genießen zu können. Zwischendurch habe ich noch privat Salzburg erkundet, ein Wochenende unter Bloggern, vollgepackt mit tollen Events und wenn ich mich nicht schon im März in Salzburg verliebt hätte, dann spätestens jetzt. (Spoileralarm: Im Januar geht’s wieder nach Salzburg zur Mozartwoche!) 

Salzburg und seine Kirchen: Mystische Tipps für das Rom des Nordens.

Salzburg Foodguide: In diesen Restaurants, Bars und Cafés wirst du niemals hungrig bleiben!

Oktober

Der Oktober zog an mir vorbei, denn das ist eigentlich das Problem, wenn man so oft Zeit auf Mallorca verbringen kann, wie man möchte: Warum soll man auch woanders hin, wenn Strand, Meer und spanische Lebensfreude locken? 

November

Kurztrip in meine alte Heimat Duisburg, Overnights in Ancona, Graz, Luxemburg, Dresden, Aix, Posen, Wroclaw und Gott-weiß-wo. Der November war vollgepackt – hat mich aber nicht vom Schreiben abgehalten und so war der Blogmonat November äußerst produktiv: 

Ein Abend in der Semperoper Dresden.

Graz: Sonnenuntergang auf dem Schlossberg

Bonjour Frankreich: Durch die Altstadt von Aix-en-Provence.

8 Tipps für einen winterlichen Städtetrip nach Breslau

Dezember 

Es war eigentlich wie in jedem meiner freien Monate dieses Jahr: Ich wollte eigentlich nach Südostasien, endlich wieder mal irgendwo an einem Strand im Nirgendwo Kokoswasser schlürfen und die Gedanken schweifen lassen, aber 2018 wäre nicht 2018 gewesen, käme es alles anders. Erst landete ich in Porto (mit viel Drama), dann in Tiflis (große Überraschung!) und letztendlich wieder bei meiner Familie in Brasília. 

10 Dinge, die man in Tiflis unternehmen kann: Tipps für die Hauptstadt Georgiens.

Was wird 2019? Ein Ausblick. 

Ich liebe ja die Zeit um den Jahreswechsel herum. Das vergangene Jahr Revue passieren lassen, Vorsätze fassen für das Neue und ein bisschen sentimental werden. Vermutlich wird auch 2019 mit vielen Reisen gespickt sein, zumindest habe ich das vor. Und Südostasien, das muss auch ausgiebig sein, nächstes Jahr wirklich! Für den Januar habe ich mir noch ein bisschen Südamerika vorgenommen, wo ich schon mal hier bin – und Ende Januar geht’s wie angekündigt nach Salzburg. Und danach? 

Wir werden sehen. 

Was habt ihr so für 2019 geplant?

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