Paris an einem Tag: Tipps für einen Kurztrip (+ Karte)

Paris an einem Tag: Tipps für einen perfekten Kurztrip

Der imposante Eiffelturm, detailreich verzierte Altbaufassaden, Café au lait trinken an einem Mini-Bistrotisch am Straßenrand und das Flair einer geschichtsträchtigen Weltstadt: Paris fasziniert mich immer wieder. Aber die Stadt ist riesig, die schönsten Sehenswürdigkeiten geben sich die Klinke in die Hand und irgendwie weiß man gar nicht, wo man mit seinem Sightseeingprogramm anfangen soll. Paris an einem Tag zu erleben (und dann auch noch hauptsächlich zu Fuß) scheint ein Ding der Unmöglichkeit, aber ich zeige dir, wie du mit wenig Zeit das beste für deinen Kurztrip oder dein Wochenende in Paris rausholst!

Tipps für auf die Schnelle:

Günstige Unterkünfte in Paris*
➜ Für Lauffaule: Unterwegs mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus*

Wie sehe ich an nur einem Tag ganz Paris? (Crewlife Probleme!)

Seit langem hatte ich im Frühsommer wieder eine Übernachtung in Paris, und der Tag hätte nicht besser sein können: Mittlerweile waren Geschäfte und Gastronomie geöffnet, und Paris hatte sein quirliges Stadtleben weitestgehend zurück. Viel wollte ich an diesem einen Tag von Paris sehen, die Stadt genießen, das Flair einsaugen, ein bisschen Inspiration sammeln. Mein Sightseeing-Plan war ambitioniert, ich fit und gewillt, eine lange Liste an Orten abzuklappern, die ich gerne wiedersehen oder neu kennenlernen wollte. Aber letztendlich sollte doch alles anders kommen!

Der Eiffelturm: Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Paris

Ich bin erst am frühen Mittag im Hotel los, also hatte ich etwas weniger als einen Tag in Paris. Hast du aber mehr Zeit, rate ich dir, den Vormittag am Eiffelturm zu beginnen. Vor allem, wenn du zum ersten Mal in Paris bist! Der Eiffelturm ist nämlich immer noch die allerwichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt! Und meiner Meinung die beeindruckendste! Ich war schon oft in Paris, und jedes Mal flasht mich der Anblick aufs Neue!
Du solltest auch unbedingt einmal hoch, und am besten gleich auf die Spitze – dann siehst du Paris gleich von oben.

Tipp: Der Eiffelturm ist sehr beliebt! Gerade, wenn du wenig Zeit hast:

Buche dein Ticket für den Eiffelturm hier im voraus!*

Der Eiffelturm ist schon von weitem zu sehen!

Ein Tag in Paris: Rund um den Triumphbogen

Vom Eiffelturm aus kannst du dann über die Pont d’Iéna auf die andere Seite der Seine spazieren. Am Trocadero nimmst du dann besser die Metro für ein paar Stationen zum Place Charles de Gaulle; laufen wirst du garantiert wie ich noch genug. Die Metrostationen können zwar richtige Labyrinthe sein, aber ich finde die Pariser Métro so faszinierend, allein deswegen fahre ich in Paris immer gerne ein paar Stationen. (Tipps zum Metrofahren in Paris gibt’s weiter unten!)

Mit der Linie 6 fährst du bis zur Station Charles de Gaulle Étoile.

Der Triumphbogen auf dem Place Charles de Gaulle

Den richtigen Ausgang zu finden, ist hier übrigens nicht verkehrt, denn die Station ist riesig und du kannst an so ziemlich jeder Zufahrt zum sternförmig angelegten Place de Charles de Gaulle die Station verlassen. Ich kann mich nicht erinnern, welchen Ausgang ich genommen habe, aber orientiere dich am besten in Richtung Avenue de Champs-Élysées/Georges V; es ist eigentlich recht gut ausgeschildert.

Oben angekommen siehst du direkt eines der weiteren Wahrzeichen Paris: den Triumphbogen oder Arc de Triomphe.

Flanieren auf dem Champs-Élysées

Hier beginnt die berühmte Avenue des Champs-Élysées, und selbst, wenn du Shoppingexzessen nichts abgewinnen kannst: Die riesigen Flagshipstores sind hier eine Klasse für sich, und alteingessene Marken wie z.B. Guerlain machen aus ihrer Schaufensterdekoration ein regelrechtes Fassadenkunstwerk.

Wunderchön dekoriert: Die Schaufensterfassaden auf dem Champs-Élysées

Am Ende der Avenue de Champs-Élysées geht übrigens die Avenue Montaigne ab, die Straße in Paris mit den meisten bekannten Luxusmarken (übrigens hat hier Marlene Dietrich ihre letzten Jahre verbracht). Wenn du dich noch ein bisschen glamouröser fühlen willst, mache einen Abstecher hierhin. Allein schon die vielen tollen Schaufenster sind es wert!

Place de la Concorde

Automatisch läufst du auf der Champs Élysées auf den Place de la Concorde mit dem Obelisk de Luxor zu – und Achtung, die Strecke ist lang! Für das letzte Stückchen habe ich die Metro genommen, es fahren aber auch einige Busse.

Jardin des Tuileries

Eigentlich wollte ich direkt zum Louvre, bin aber doch spontan am Place de la Concorde ausgestiegen und durch die Tuilerien spaziert. Das zieht sich ganz schön, ist aber auch faszinierend: Mitten im geschäftigen Paris sind die Tuilerien eine einzige riesige Oase.

Louvre, die Pyramide & Mona Lisa

Spätestens jetzt ist man schon von Prunk und Geschichte erschlagen; und dann steht man plötzlich direkt vor dem berühmten Louvre. Bäm. Hast du etwas mehr Zeit (und bist ein bisschen interessiert an Kunst), solltest du auch in das Musée du Louvre hinein; allein Da Vincis berühmte Mona Lisa live zu sehen, ist es wert. Aber auch sonst ist die Sammlung unvergleichlich.

Leider dauert so ein Besuch, und bei nur einem Tag in Paris ist es daher mit Museen schwierig. Was besonders in Paris bedauerlich ist. Hast du mehr Zeit, schaue neben dem Louvre auch hier vorbei:

Centre Pompidou
Musée d’Orsay

Happy in der Lieblingsstadt – très contente!

Seine & Quartier Latin

Hinter dem Louvre geht es über die Pont des Arts. Und hier gibt’s mit dem Blick auf die Seine nochmal Paris-Feeling pur! Am Ufer entlang geht es weiter Richtung Quartier Latin, die nächste Brücke ist übrigens die berühmte Pont Neuf, die älteste Steinbrücke der Stadt.

Die Ponts des Arts über der Seine

Irgendwann tauchen auch die ersten Bouquinistes auf, die Buchhändler mit ihren schnuckeligen Ständen entlang der Seine. Hier findest du antiquarische Bücher, Bildbänder und Drucke.

Das Quartier Latin ist das traditionelle Studenten- und Ausgehviertel von Paris. Ein Restaurant, ein Café, ein Bistro reiht sich hier an das nächste. Aber das Quartier Latin ist auch eine ziemliche Touristenfalle. Wenn du bis hierhin das gesamte Programm so wie ich durchgezogen hast, hängt dir spätestens jetzt der Magen bestimmt in den Kniekehlen und dir ist egal, in welchem schlechten Touristenlokal du landest; ich kenne das nur zu gut :) Meide daher die Rue de la Huchette und versuche dein Glück in den Nebenstraßen.

Übrigens habe ich hier auch einen Shiso Burger entdeckt, der mir denen in Berlin ziemlich ähnlich schien – probier’s vielleicht mal dort für frische Burger mit asiatischem Einschlag:

Shiso Burger

Notre Dame & Île de la Cité

Über die Pont Saint Michel geht es rüber auf die Île de la Cité, der großen Insel inmitten der Seine – und ganz nebenbei hat man von hier aus einen 1A-Blick auf die Kathedrale Notre-Dame (die nach dem schlimmen Brand leider noch einige Zeit saniert werden muss und daher nur von außen besichtigt werden kann).

Immer noch geschlossen: Die Kathedrale von Notre Dame

In der Brasserie Les deux Palais habe ich dann eine kleine Pause eingelegt; hauptsächlich, weil ich einfach stilecht ganz Paris-like an der Straße an einem der typischen Bistrotische an einem Café au Lait nippen wollte. Und ich würde sagen, mission completed, nebenbei habe ich da noch einen schönen Tipp für eine typische old school Pariser Brasserie gefunden.

Tour Saint-Jacques

Auf der anderen Seite der Seine bin ich dann in ein totales Kleinod hineingestolpert (und habe mich nebenbei ein klitzekleines bisschen geärgert, dass ich nicht ein Picknick eingeplant habe, wie so viele andere, die sich hier gemütlich den Samstagnachmittag vertrieben). Rund um den Tour Saint-Jacques befindet sich nämlich ein kleiner, grüner Park, der Square de la Tour Saint-Jacques, mit vielen schattenspendenden Bäumen. Perfekt für einen Zwischenstopp!

Oase mitten in Paris: Der Tour Saint-Jacques

Marais-Viertel

Im Marais hätte ich auch den ganzen Tag verbringen können: Bummeln, Kaffee trinken, Leute gucken. Der Marais ist das jüdische Zentrum von Paris, und hier gibt’s jede Menge spannende Läden, die Straßen sprudeln über vor Kiezleben und Paris ist genau so, wie ich es mir immer vorstelle.

Damit du nicht wie Falschgeld rumirren musst, habe ich dir ein paar Tipps für das Marais-Viertel zusammengetragen:

Chanel Beauté Marais kleine Boutique von Chanel, ausschliesslich mit Beauty-Produkten

Laize Minimalistischer Bubble-Tea-Laden

Mariage Frères Absoluter Pariser Tee-Klassiker (Stammhaus)

Den Tag in Paris ausklingen lassen

Wäre ich nicht so unglaublich im Marais versackt, wäre ich noch tatsächlich rauf auf den Montmartre gefahren. Wenn du schon auf dem Eiffelturm warst, hast du Paris ja schon einmal von oben gesehen – was ein absolutes Muss ist, finde ich. Aber die Stimmung zum Sonnenuntergang an der Basilika Sacré Coeur auf dem Montmartre ist nochmal etwas ganz Besonderes!

Hast du also noch mehr Zeit und die Füße machen noch mit, solltest du von hier aus in Richtung Montmartre aufbrechen. Nimm am besten eine der Metrolinien Richtung Norden und steige dann um in die Linie 2 bis zur Station Anvers. Von da aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zur Funiculaire Montmartre, die dich rauf zur strahlend-weißen Basilika mit den hübschen Türmen und zum schönsten Sonnenuntergang bringt.

Generelle Tipps für einen Kurztrip nach Paris

Anreise

Ich bin ja, wie du dir denken kannst, mit dem Flieger angereist. Mit einem riesigen Flughafen wie Paris Charles de Gaulle in der Nähe und einem wie Paris Orly etwas weiter weg (dort landen hauptsächlich günstigere Airlines) ist das Angebot an Flügen groß.

Aber es gibt mit dem Schnellzug TGV auch großartige Verbindungen ab Deutschland, zum Beispiel ist man in weniger als vier Stunden von Köln, Frankfurt oder Stuttgart mitten in Paris am Gare de l’Est an.

Zugverbindungen nach Paris & Frankreich

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Bus und Métro innerhalb Paris unterwegs – das funktioniert wunderbar! Die Metrostationen sind zwar manchmal wie eine ganze Stadt unter der Stadt, aber man kommt überall recht schnell hin.
Ich habe mir für meinen Tag in Paris eine Tageskarte für alle Verkehrsmittel gekauft, wäre aber eigentlich gar nicht nötig gewesen. Der Vorteil bei einer Tageskarte ist einfach nur, dass man sich nicht jedes Mal neu an einen Automaten anstellen muss. Da ich aber wirklich sehr viel gelaufen bin, hätten sich einzelne Fahrscheine wahrscheinlich eher gelohnt.

Die Metro bringt dich in Paris in Windeseile durch die halbe Stadt.
Paris ist mittlerweile auch Fahrradstadt: Mieträder finden sich überall zum spotanen Ausleihen per App.

Tipp: An den Fahrkahrtenautomaten wird dir zuerst die Tageskarte für Touristen angezeigt. Die ist bis auf ein paar Vergünstigungen, die kein Mensch braucht, nichts anderes als eine normale Tageskarte, kostet aber dafür ein paar Euro mehr. Scrolle einfach eine Seite weiter, und du findest die normale Tageskarte für 10 Euro.

Infos & Fahrpläne für Métro, RER, Busse etc.

Achtung: Die Pariser Métro kann einem aber auch ganz schön den Nerv rauben, wenn du dich nicht in den einzelnen Stationen auskennst. Das Verlaufen ist manchmal ganz schön zeitraubend, und auch die Wege bis zur eigentlichen Linie sind oft lang. Es ist durchaus komfortabler oberirdisch unterwegs zu sein, und wenn du nicht ganz so abenteuerlustig bist, dann nimm einfach einen Hop-On-Hop-Off-Bus. Ja, ich weiß, die sind peinlich touristisch und dazu auch noch teuer, aber in solchen Städten lohnt es sich einfach, zumal man direkt an den wichtigsten Punkten hält und sich um nichts kümmern muss, was Umsteigen etc. angeht. Und du sparst einfach kostbare Zeit.

Hier kannst du dein Ticket für den Hop-On-Hop-Off-Bus im voraus kaufen*

Essen & Trinken

Paris ist eine teure Stadt, und Ausgehen ist eben nicht günstig. Halte dich am besten von Touristenfallen fern, dort gibt’s nur mittelmäßiges Essen und schlecht gelaunte Kellner, die dir den Paris-Trip nur vermiesen. Aber ansonsten ist Paris wie jede Großstadt voller toller Locations, die nur darauf warten entdeckt zu werden.

Im Marais findest du viele tolle Cafés und Restaurants.

Übernachten in Paris

Dieses Mal war ich dienstlich in Paris, da musste ich mich zum Glück nicht um eine Unterkunft kümmern. Das kann dort nämlich manchmal abenteuerlich werden, besonders, wenn man etwas auf den Geldbeutel achten muss.

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Karte für deinen Kurztrip nach Paris

Auf dieser Karte findest du alle Locations zusammengefasst, diese kannst du dir auch auf dein Handy laden – praktisch zum Gucken vor Ort!

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