monk procession giving alms

Luang Prabang in Laos: Almosengang der Mönche

Auf Reisen macht man ja Sachen, dazu würden einen normalerweise keine zehn Pferde bringen. Wie zum Beispiel freiwillig morgens früh um fünf aufstehen. Erst recht, wenn man Spätaufsteher ist wie ich, und den schon eine Woche Frühdienst vollkommen aus der Bahn bringen. Aber einmal in Luang Prabang, muss man auch einfach die morgendliche Prozession der Mönche miterlebt haben, da führt kein Weg dran vorbei. Nur fünf Uhr… das war echt hart. Reisen ist halt manchmal auch schwere Arbeit.

Der Almosengang der buddhistischen Mönche ist wirklich faszinierend – aber das, was sich drumherum abspielt, nicht minder… Denn der tägliche Ritus ist mittlerweile zu einem touristischen Spektakel mutiert…

Mönche in Luang Prabang Laos

Wo du den Almosengang der Mönche in Luang Prabang sehen kannst

Die Mönche ziehen hauptsächlich über die Sisavangvong Road mitten in der Altstadt von Luang Prabang. Für die Dauer der Prozession wird die gesamte Straße gesperrt, und irgendwie war die Straße voller mit Touristen wie mir, die das Schauspiel beobachteten als mit den Hauptakteuren, den Mönchen, selbst.

Allerdings sind die entlangziehenden Mönche in ihren leuchtenden-orangenen Roben auch einfach wunderschön anzusehen.

Mönche beim Almosengang in Luang Prabang in Laos

Hintergrund der Almosen

Bizarr ist es trotzdem, wie man diesem Event beiwohnt. Auf der einen Seite die Mönche – und gläubige Einheimische, aber auch (zumeist buddhistische) Touristen, die den Mönchen Almosen spenden. Mönche dürfen nichts besitzen, auch keine Lebensmittel – und so sind sie traditionell auf die Spenden der Bevölkerung angewiesen. In ihren Korbbehältern sammeln sie daher nicht nur Geldscheine, sondern vorwiegend Klebreis, den sie pur in die Hand gedrückt bekommen. Alles nur für den täglichen Bedarf. Und trotz der vielen Menschen auf der Straße ist es still und besinnlich.

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Prozession der Mönche in Luang Prabang in Laos

Lohnt sich das frühe Aufstehen?

Alles in allem war der Morgen auf der Sisavangvong Road spannend, aber es blieben gemischte Gefühle. Muss man wirklich einer solchen Zeremonie in dieser Form beiwohnen? Weiß man am Ende nicht viel zu wenig über den Buddhismus, um dieser Prozession mit dem nötigen Respekt zu begegnen? Muss man denn wirklich aus allem ein touristisches Event machen? Keine Ahnung.

Körbe mit Almosen für die Mönche in Luang Prabang in Laos

Almosengang in Luang Prabang: Etikette und Atmosphäre

Aber der Friede und die Ruhe, die von dieser Prozession ausging, hat mir einmal mehr gezeigt, wie friedvoll die buddhistische Religion sein kann und mit welcher Hingabe Menschen teilen. Für diese Einsicht war ich am Ende doch sehr dankbar, aber irgendwie blieb doch das Gefühl, fehl am Platz gewesen zu sein. Zumal manche Leute auch wirklich Probleme haben, sich adäquat zu verhalten… überall stehen Schilder, sich doch bitte diskret zu verhalten und den Mönche nicht so auf die Pelle zu rücken, nur um ein Foto zu erhaschen…

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Hey! Ich bin Tatiana. Um die Welt zu reisen, war schon als Kind mein Traum. Mit 21 bin ich dann Flugbegleiterin bei einer deutschen Airline geworden.
2015 habe ich The Happy Jetlagger gegründet und bin seitdem auch als Bloggerin, Fotografin und Reiseinfluencerin unterwegs. Hier auf meinem Reiseblog The Happy Jetlagger teile ich Tipps, die vielleicht auch anderswo zu finden sind, aber nirgends so unterhaltsam.

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