Kapstadt & die schönsten Nationalparks! Tipps & Reisebericht

Die schönsten Nationalparks rund um Kapstadt: Vom Tafelberg und wilden Tieren

Kapstadt, seine Nationalparks und die Kapregion sind nicht nur bei Touristen aus aller Welt beliebt, sondern bieten eine ganz besondere Lebensqualität. Ein unverkennbares Zeichen dafür sind nicht nur die Strände und der Lifestyle der Capetonians, sondern auch die einmalige Natur und deren Vielfältigkeit in der unmittelbaren Nähe der Stadt. Drei Nationalparks in und um Kapstadt stechen dabei ganz besonders hervor. Ob für wanderlustige Tafelbergerklimmer, tierverrückte Safarigänger im Cape National Park oder Botaniker an der Westküste im Westcoast Nature Reserve bei Langebaan: Die allgegenwärtige Vielfalt Südafrikas spiegelt sich in diesen Regionen wieder. Meine besten Tipps für die schönsten Nationalparks rund um Kapstadt findest Du in diesem Artikel!

Dies ist ein Artikel von Gastautor Christoph. Mehr über Christoph, seine Afrikaliebe und seinen Blog Gosafari erfährst du am Ende des Artikels!

Tafelberg Nationalpark

Unverkennbar, die Stadt förmlich umarmend, thront der Tafelberg über Kapstadt und ist weit mehr als nur das Wahrzeichen der Stadt. Nicht umsonst gilt es als eines der sieben Weltwunder der Natur und eine kurze Stippvisite mit hoch und runter fahren wird diesem nicht immer ganz gerecht. Das Naturschutzgebiet ist eines von acht in der westlichen Kapregion, welches der Cape Floral Region zugerechnet wird. Wer also die Zeit und Ausdauer hat, kann sich hier auf unterschiedlichsten Wanderrouten austoben. 

Sonnenaufgang auf dem Lion’s Head

Ein ganz besonderes Erlebnis ist es zum Sonnenaufgang auf den Lions Head zu wandern. Empfehlenswert ist das in Vollmondnächten, wenn Ihr noch etwas Lichtunterstützung abseits der Stirnlampe bekommt. Der Gipfel bietet einen spektakulären 360 Grad Rundumblick und durch die Kletterei (es gibt an einigen Stellen Ketten und Griffe zur Unterstützung) beim Aufstieg ist der Berg auch weit weniger.

Tafelberg in Kapstadt Südafrika im Tafelberg Nationalpark
Der Tafelberg ist das Wahrzeichen Kapstadts

Sonnenuntergang auf dem Tafelberg

Wer nicht ganz so trittsicher ist, aber trotzdem einen schönen Sonnenuntergang erleben möchte, kann dazu das Sundowner Ticket auf den Tafelberg nutzen. Das ist erstens etwas günstiger und zweitens sind zum Sonnenuntergang weit weniger andere Menschen vor Ort. Für richtige Abenteurer gibt es sogar Hütten auf dem Tafelberg, die gemietet werden können (Selbstverpflegung).

Ausführliche Infos zur Tafelberg Seilbahn findest du auf Christophs Blog Gosafari!

Kirstenbosch Botanical Garden

Wer die unterschiedlichen Vegetationen und Pflanzen im Schnelldurchlauf kennen lernen will, der sollte in den Kirstenbosch Botanical Garden gehen. Hier finden außerdem zwischen November und April die tollen Summer Concerts statt mitten im Botanischen Garten. Die Tickets sind erschwinglich und es darf das eigene Picknick mitgebracht (und der Müll wieder mitgenommen) werden. 

Mehr vom Kirstenbosch Botanical Garden und dem Tafelberg kannst du in meinem Kapstadt City Guide lesen!

Cape National Park

Wie der Tafelberg ist auch das Kap der Guten Hoffnung eine der klassischen Sehenswürdigkeiten in Kapstadt. Was sich jedoch im Park außer dem auf Bildern beliebten Touristenschild alles erkunden lässt, bleibt den meisten jedoch verborgen.

Chapman’s Peak Drive

Schon alleine der Weg von Kapstadt bis zum Kap der Guten Hoffnung ist sehr sehenswert. Am besten nehmt Ihr dabei die Route über Hout Bay und den Chapman’s Peak drive. Die Küstenpass-Straße schlängelt sich an der Lagune von Hout bay bis nach Noordhoek. Fotostopps unterwegs lohnen sich jederzeit. 

Chapman's Peak Drive im Cape National Park bei Kapstadt
Traumhafte Ausblicke im Cape National Park

Rund um das Kap der guten Hoffnung

Am Kap angekommen, könnt Ihr relativ bequem auf der Teerstraße den Cape Point und das Kap das Cape of Good Hope erreichen und gewissermaßen abhaken. Wenn ihr früh genug dran seid, dann sind auch noch keine Touristenbusse dort. Manch einer wundert sich jetzt wahrscheinlich bei dem Stichwort “Touristenbus”, wie der Park trotzdem zu den schönsten Nationalparks rund Kapstadt gehören kann. Dem ist definitiv so! Abseits der Hauptstraße gibt es viele kleinere Wege und Strände, die von größeren Fahrzeugen nicht befahren werden können. Das bedeutet, dass Ihr diese nur mit wenigen andern (meist Surfern) teilen müsst. Außerdem sind dort die Ausgangspunkte zu den meisten Wanderungen, die durch den Park gehen. Ein Großteil der Hauptstraßen-Besucher wird an den Parkplätzen die mittlerweile etwas hartnäckigen Paviane und grünen Meerkatzen wahrnehmen, während Ihr auf den Nebenstrecken Zebras, Antilopen, Sträuße, Schildkröten und viele andere Tiere entdecken könnt. Nicht selten sind auch Wale in der Zeit zwischen Juni und November vom Olifantsbos Beach und dem Platboom Beach zu sehen. Nehmt einfach etwas Zeit mit und ein kaltes Getränk. 

Küste im Cape National Park Südafrika

Ganz besonders schön ist es am Buffels Bay Picnic Spot. Hier gibt es einen Überflutungs Pool in den Ihr springen könnt und einige Grillvorrichtungen. Am Wochenende kann es hier jedoch mit Südafrikanern voll sein – deshalb am besten Werktags diesen Spot besuchen.

Pinguine am Boulders Beach

Teil des Cape National Parks, aber nicht im Ticketpreis eingeschlossen, ist Boulders Beach in Simons Town. Dort findet Ihr eine von zwei Pinguinkolonien an der Kaphalbinsel. Dieser ist jedoch bereits sehr bekannt und in jeglichen Touristenführern erwähnt. Unser Tipp ist hier vom Kap aus den ersten Parkplatz zu nehmen und anstatt zum Haupteingang in entgegengesetzter Richtung zu gehen (nach Rechts). Hier kommt Ihr auf einem Spazierweg nach wenigen hundert Metern an einen Strand, an dem Ihr auch Pinguine sehen könnt, ohne Zäune und Absperrungen dazwischen. Damit spart Ihr nicht nur den Eintritt, sondern auch das gedränge auf den Boardwalks beim offiziellen Eingang.

Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt im Cape National Park
Attraktion am Boulders Beach: Die putzigen PInguine

Der West Coast National Park

Wer sich an den Film „Die wunderbare Welt der Tiere“ und an die sagenhaften Blumenteppiche, die mit dem Regen kommen, erinnert, sollte unbedingt zur Blütezeit in den West Coast National Park fahren. Ähnlich wie im Namaqua Land blühen hier Millionen von Blumen zwischen August und September.

Blumen in der Blütezeit im West Coast National Park Südafrika

Tipp: Zwischenstopp in Darling

Die Anfahrt zu diesem Nationalpark dauert mit dem Auto von Kapstadt aus ca. anderthalb Stunden. Unterwegs durchquert man Darling – eine Bierverkostung in der Darling Brauerei ist für Biertrinker fast ein Muss (je nach Tageszeit).

West National Park Strand mit Felsen

Wandern, Sport & wilde Tiere

Im Park angekommen, kann man sich frei bewegen. Es gibt tolle Wanderwege und Klettermöglichkeiten, je nach Ambitionen. Außerdem lassen sich Mountainbikes und Kayaks ausleihen.  

Wer es lieber ruhiger angehen lässt und obendrein vielleicht der Ornithologie zugeneigt ist, freut sich über die Beobachtungstürme, um die viele Vogelarten zu beobachten. In der Lagune sind sogar auch Flamingos und Pelikane zu sehen!

Wilde Strausse von hinten im West Coast National Park bei Kapstadt in Südafrika
Freilebende Strausse im West Coast National Park bei Kapstadt

Die beste Zeit zum Whale Watching

Auch das Unterwasserleben ist geschützt. Vor allem im August und September halten sich hier Wale auf, die auf der Durchreise zur Walker Bay sind. Neben Walen kann man auch Delfine und Robben sehen.

Wie auch im Cape National Park trifft man hier auch Säuge-, jedoch keine Raubtiere. Im Gegensatz zu anderen Nationalpark mit Raubkatzen darf man aber dafür hier ohne Ranger sogar zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sein.

West Coast National Park Kapstadt Nationalpark mit Blick aufs Meer

Gosafari ist ein Blog über Reisen in das südliche Afrika. Nadine, Jochen und Christoph bieten Geheimtipps zu den schönsten Plätzen und Reiserouten im südlichen Afrika sowie nützliche Informationen über Reiseplanung und -vorbereitung.

Zu Gosafari

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