Hotel Stein: Salzburg meets Venice.

Eigentlich hätte ich es ahnen können. Als ich dem sonst nicht auf den Mund gefallenen Taxifahrer am Flughafen Salzburg auf seine Frage, wohin es denn nun gehe, antwortete: „Einmal ins Hotel Stein Salzburg, bitte!“, schnellten seine Augenbrauen plötzlich hoch und es entfuhr ihm nur ein „Oooooh!“.

„Guten Abend, nehmen Sie doch Platz, wie war Ihre Anreise?“ Ich muss sagen, mir sind Hotels eh schon sympathisch, in denen man sich zum Einchecken hinsetzen muss. Nicht, weil ich olle Oma nach langen Anreisen nicht mehr stehen kann – noch ist es nicht soweit – sondern, weil es schon viel über die Atmosphäre eines Hotels verrät. Hier gibt es keinen anonymen Hotelketten-Online-Check-In, extraschnell und effizient, ohne Rüschen und Klimbim, inhaltslos und immer gleich, von Bad Salzuflen bis New York. Nein – hier heißt es erstmal: Hinsetzen, durchatmen, ankommen, entspannen. Ich lasse mich in den Sessel fallen. Auf der anderen Seite des Rezeptionstisches ein junger Mann, freundlich, aufmerksam und bester Laune. Sein Sessel scheint wohl genauso bequem zu sein. Oder es liegt einfach am Ambiente generell. Ich habe mich nie wirklich mit Feng Shui beschäftigt, aber irgendwie glaube ich schon daran, dass es Orte gibt, an denen Energie anders fließt. Ob sich hier beim Einrichten vielleicht jemand explizit mit Feng Shui beschäftigt hat? Gut möglich, wer weiß. Schliesslich wurde das Hotel Stein in Salzburg erst kürzlich von Kopf bis Fuß renoviert. Der ganze Umbau hat ganze zwei Jahre gedauert, in denen das älteste Hotel der Stadt komplett geschlossen war. Wieviel Liebe zum Detail daran schuld hatte, lässt sich in jeder Ecke des Hauses erahnen. Einmal groß mit dem Abrisshammer durch die Etagen und alles neu gebaut wäre wahrscheinlich zeitsparender gewesen. Stattdessen sieht man in kleinen als auch in großen Details, was für eine Geschichte das Hotel Stein birgt – und dabei gekonnt die Brücke in ein modernes Design schlägt.

Ein Hotel – und eine Salzburger Institution

Einige Details tragen eindeutig den Charme der fünfziger Jahre, angefangen vom erhaltenen Neon-Schriftzug an der Fassade bis zum alten Schild „Telefon“ in einer Ecke der Lobby, das auf die Telefonkabine für Gäste hinweisen sollte. Wie lange ist es her, dass Hotels Telefonkabinen in der Lobby hatten statt zimmereigenen Apparaten?

Mein Gegenüber wünscht mir einen schönen Aufenthalt, und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass sein Wunsch in Erfüllung geht. „Moment, ich hab’ da noch was für Sie.“ Er schiebt feierlich eine Geschenkschachtel über den Tisch, die jeder Gast erhält. Inhalt: ein Grußkärtchen und zwei Detox-Gute-Nacht-Smoothies in zwei Ausführungen. Einmal light, einmal extra stark für Einschlaf-Härtefälle. Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, dass ich hier in diesem entspannten Hotel bestimmt keine Einschlafhilfe brauchen werde, muss aber trotzdem schmunzeln: Hier will man wohl wirklich sichergehen, dass niemand unentspannt nach Hause fährt.

Ich freue mich trotzdem über die Smoothies, die sind nämlich aus rein natürlichen Zutaten ohne Zusätze, künstliches Zeug ist nämlich meist nie so meins. Es sollte sich aber herausstellen, dass hier auch beim Thema Lebensmittel großen Wert auf qualitativ hochwertige Produkte gelegt wird.

Seven Senses: Die beste Aussicht über Salzburg

Drei Nächte habe ich im Hotel Stein verbracht, und ich habe mich trotz vollem Programm früh aus dem Bett gequält, nur um das angenehme Ambiente beim Frühstück im Seven Senses, dem hoteleigenen Restaurant mit berühmter Dachterrasse, vollends genießen zu können. Das will bei mir als Spätaufsteher was heißen!

Das Frühstück im Seven Senses ist eine angenehme Abwechslung zu übervollen Hotelbüffets ohne Charme. Das Büffet hier ist klein, übersichtlich und passt auf zwei, drei Stehtische am Eingang. Einige mögen das Frühstück für diese Preisklasse mager finden – aber nach zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Hotel-Frühstücksbüffets kann ich sagen: Weniger ist mehr. Und hochwertiger. Was nützt das riesigste Hotelbüffet, wenn das stundenlang aufgebahrte Rührei aus Industrie-Pampe aus dem Tetra-Pak besteht? Es sind Kleinigkeiten, die ein Hotel besonders machen, und es ist sehr erfreulich, dass hier beim Frühstück mehr wert auf Klasse als auf Masse gelegt wird.

Von frischem, hausgemachten Bananenbrot bis veganen Energyballs wird im Hotel Stein auch jede Essgewohnheit bedient. Eierspeisen nach Wunsch (natürlich in frisch und à la minute!) und eine kleine Frühstückplatte gibt es frisch individuell am Tisch. Wäre ich nicht schon überzeugt gewesen – spätestens die Auswahl an Kusmi Tees hätte es rausgehauen. Oder die täglich wechselnde Auswahl an hausgemachten Kuchen, Keksen und Süßspeisen.

Nachmittags (oder wer gerne Frühschoppen hält, auch morgens) wird hier der Airone serviert, ein italienischer Bitter ähnlich Aperol, der so jenseits der Alpen nur in Salzburg im Seven Senses zu haben ist. Schmeckt gut, nach Italien und mehr. Mag aber auch an der wohl allerbesten Hotel-Terrassen-Aussicht in Salzburg liegen: Von hier aus hat man den perfekten Postkartenblick mit Altstadt, der Festung Hohensalzberg und dem Mönchsberg zusammen.

Tipp: Das Seven Senses hat natürlich auch für Nicht-Hotelgäste geöffnet. Wenn ihr schon nicht im Hotel übernachtet – einen Drink hier würde ich auf jeden Fall für einen Salzburg-Besuch empfehlen. Die Location ist wirklich einmalig!

Apropos Italien: Das spielt im Hotel Stein ebenfalls eine große Rolle. Das Motto „Salzburg meets Venice“ zieht sich dezent, aber konsequent durch das ganze Haus. Viel Blau, viel venezianische Glasbläserkunst, viel italienisches Design (hallo Artemide-Nachttischlämpchen!) und viel mediterrane Leichtigkeit gepaart mit Salzburger Tradition.

Übernachten im Hotel Stein in Salzburg

Mir fällt echt nichts ein, was gegen das Hotel Stein spricht. Und ich bin berufsbedingt wirklich, wirklich kritisch. Aber Lage, Ambiente und Service spielen hier wirklich auf hohem Niveau. Ohne dabei überkandidelt zu sein – das ist sehr angenehm und daher auch für diejenigen empfehlenswert, die sich vielleicht von so viel Komfort eher eingeschüchtert fühlen.

Für wen ist das Hotel Stein noch geeignet?

  • Pärchen auf einem romantischen Salzburg-Trip am Wochenende
  • Design-Aficionados
  • Kunstinteressierte (in der Hotellobby hängt mal eben so eine Skulptur von Sir Anish Kapoor in der Ecke)
  • Entspannungssuchende
  • Qualitätsbewusste Foodies

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Salzburg ist übrigens das ganze Jahr über eine Reise wert! Was man dort alles unternehmen kann, erfährst du in folgenden Blogposts:

Ich wurde von Tourismus Salzburg auf diese Reise eingeladen. Dieser Beitrag entstand ohne Vergütung, nicht in Absprache mit dem genannten Hotel oder einer sonstigen Vereinbarung, sondern aus purer und echter Begeisterung meinerseits. Die Links in diesem Beitrag sind Affiliatelinks: Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat und euch auf den Geschmack gebracht hat, Salzburg zu besuchen und/oder im Hotel Stein zu übernachten, dann würde ich mich freuen, wenn ihr über einen dieser Links bucht. Es ändert sich für euch nichts am Preis. (Der im übrigen vor allem in der Nebensaison nicht so hoch ist, wie man vermuten könnte: Luxus kann auch erschwinglich sein!)



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