Verspätungen oder Annullierungen von Flügen bekomme ich von der anderen Seite mit – technische Probleme, schlechtes Wetter oder einfach nur organisatorisches Chaos machen meinen Arbeitstag mitunter länger als geplant. Nicht immer schön. Aber zumindest bezahlt. Wenn als Passagier der Flug verspätet ist, ist das anders. Da kommt die ganze Reiseplanung durcheinander. Und da kommt schnell die Frage auf, ob man nicht wenigstens zum Teil sein Geld zurück bekommen kann. Stichwort: Fluggastrechte bei Verspätung. Die sind in einem EU-Gesetz, der EU Fluggastrechteverordnung, verankert.

Fluggastrechte bei Verspätung Anleitung - EU Fluggastrechteverordnung

Die EU Fluggastrechteverordnung 261/2004: Das Ding mit den Fluggastrechten

Für mich gelten Fluggastrechte meistens nicht, da ich oft im Dienst bzw. Standby fliege. Ich habe immer nur die Plakate und Aufsteller mit den fetten Hinweisen auf Ansprüche bei Verspätungen in allen möglichen Airports Europas registriert und dachte: Das ist ja toll. Ein EU-Gesetz, das Airlines verpflichtet, Verspätungen zu entschädigen. Und ich war der festen Überzeugung, alle Airlines würden sich automatisch dran halten. Klappt aber in der Realität eher so semi. Denn letztens erzählte mir eine Freundin von ihrer Flug-Odyssee durch Europa, bei der sie glatt über einen halben Tag zu spät zu ihrem Termin kam und in dessen Folge sich totales Chaos einstellte. Naja, aber immerhin gab’s doch als Entschädigung ordentlich Geld zurück?, meinte ich. Erstaunt schaute sie mich an: Was denn für eine Entschädigung?

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Mein Flug ist/war verspätet. Ab wann habe ich Recht auf eine Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung?

Naja, mit der Aufklärung über die EU-Fluggastrechteverordnung haben es viele Airlines wohl nicht so. Kostet ja auch ’ne Menge Geld. Und da möchte man seine Passagiere nicht noch mit der Nase darauf stossen. Eigentlich eine gute Taktik, denn die meisten Betroffenen wissen gar nichts von ihren Fluggastrechten. Oder man ist wie so oft zu faul, sich mit dem Thema zu befassen. Sich beschweren, stundenlang in irgendwelchen Telefon-Hotline herumirren, sich ’nen Wolf googeln – wer macht das schon gern. Besonders, wenn man gerade erst eine so beschwerliche Reise hinter sich gebracht hat, möchte man auch nicht mehr daran erinnert werden.

Meistens ist der erste Ärger schnell verflogen, und man denkt erst wieder an die große Verspätung des Fluges, wenn man längst wieder zu Hause ist. Dann denken allerdings viele, dass der Anspruch auf Entschädigung nicht mehr geltend gemacht werden kann. Von wegen! Bis zu 3 Jahre nach dem betreffenden Flug kann man sein Recht einfordern. Nur meistens scheut man den ganzen Papierkram. Aber dafür gibt es eine praktische Lösung: Wie wäre es, wenn jemand all das für Euch übernimmt? Gegen eine Gebühr, die nur entsteht, wenn Euer Fall entschädigt wird, kommt ihr ganz einfach an euer Recht!

Fluggastrechte einfordern: Kostenlos einen Anwalt nehmen – geht das?

Dienste wie Flightright* oder Flugrecht.de* übernehmen Euren Fall zu Beginn kostenlos, wenn ihr Ansprüche aus Flugverspätungen habt. Dazu müsst ihr im Vorfeld auf der Website des Anbieters kurz eure Flugdaten angeben und schon wird automatisch festgestellt, ob euch eine Entschädigung zusteht. Bekommt ihr das Geld zugesprochen, erhalten flugrecht.de oder flightright.de 25% des Erstattungsbetrages plus Mehrwertsteuer als Belohnung. Klingt erstmal viel, aber wenn man sich überlegt, wieviel Zeit und Nerven man sich spart, ist das echt ein guter Deal!
*Affiliate-Link (Was ist das?)

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