Planst du gerade deinen nächsten Trip? Fragst du dich, wie das Reisen bei mir so funktioniert? Oder wie man als Reiseblogger die guten Fotos macht?

Das sind häufige Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme und die auf die ich hier eingehe. Vielleicht helfen dir die Antworten ja auch! In jedem Fall erfährst aber auch ein wenig mehr über mich und meine unkonventionelle Art zu reisen.

Alle Infos, Apps und Seiten sind bei mir die absoluten Basics, wenn ich reise.
Damit habe ich immer eine solide Grundlage, der Rest findet sich von selbst :)

Wie kommt man an gute Unterkünfte?

Nach Hotels oder privaten Unterkünften schaue ich hier*, soll es etwas ausgefalleneres sein, schaue ich auch mal auf Airbnb. In Großstädten finde ich aber erstere Option praktischer, weil übersichtlicher. Außerdem wird man da auch manchmal mit Rabatten geködert :) 

Wie kommt man auf neue Reiseideen?

Zum einen arbeite ich als Flugbegleiterin in einem Beruf, in dem auch viele andere Reisejunkies unterwegs sind. Oft bringen mich Kollegen auf neue Ideen. Zum anderen lese ich gerne Reisemagazine und Reiseblogs. Eine Liste meiner liebsten deutschsprachigen Reiseblogs findest du hier. Außerdem ist Pinterest (hier findest du meinen Account mit meinen ganzen Ideensammlungen) eine Mega-Inspirationsquelle, fünf Minuten und ich habe direkt wieder was für meine immer länger werdende Bucketlist.

Manchmal werde ich auch von Destinationen/Hotels/Brands an Orte eingeladen, die ich vorher nie auf dem Schirm hatte, z.B. nach China oder auf die Route 66 in die USA – das sind immer die schönsten Reisen, weil eben total überraschend.

Wo bucht man am besten Mietwagen?

Für Mietwagen schaue ich als allererstes hier*, und das ganz bewusst. Bei Mietwagenanbietern selbst ist mir die Selbstbeteiligung zu hoch (musste einmal wegen einem Parkhausratscher 600€ bezahlen – nie wieder!) und Optionen ohne Selbstbeteiligung gibt’s oft nicht oder sind megateuer. Bei Vergleichsseiten hast du nicht nur den günstigsten Preis und die besten Konditionen, über einen externen Anbieter wird auch die Selbstbeteiligung im Schadensfall übernommen. Habe ich zwar noch nie ausprobiert, aber aus meiner Erfahrung versuchen shady Mietwagenfirmen dann erst gar nicht, dir Schäden anzuhängen bzw. ist die Rückgabe viel lockerer.
Achtung: Die Kaution ist bei günstigeren Anbietern oft sehr hoch, ein nicht unerheblicher Betrag wird dafür auf deiner Kreditkarte blockiert. (Ich habe schon Kautionen von bis zu 1000€ erlebt.) Dafür achte ich immer auf ein entsprechendes Limit und nehme neben meiner regulären Kreditkarte der DKB* auch eine Zweitkarte wie z.B. meine Barclaycard* mit, die dann nur für solche Sperenzien herhalten muss.

Wo findet man die günstigsten Flüge?

Flüge buche ich als Airliner seltener, aber wenn doch z.B. bei exotischeren Destinationen oder Reisen z.B. innerhalb Asiens mit fremden Airlines schaue ich immer hier*, da habe ich gleichzeitig alle Verbindungen auf einen Blick.

Mit welcher Kamera machst du deine Fotos?

Ich fotografiere zum Großteil mit einer Canon 5D Mark IV*, das ist eine tonnenschwere Vollformatkamera, zum Reisen eigentlich vollkommen unpraktisch, aber ich lieb’s, was soll’s. Dazu habe ich immer einige Objektive dabei, derzeit ist mein liebstes das Sigma Art 1.4 35mm*. Als Weitwinkel ist meist noch das Canon f4L IS USM 16-35mm* und für alle anderen Gelegenheiten das Canon f4L IS USM 24-105mm* in der Tasche. Ganz schön viel Gerümpel, aber mit ein paar pfiffigen Accessoires geht das Reisen damit auch: Hier findest du mein Setup inklusive hilfreicher Gadgets.
Wenn ich keinen Bock zum Schleppen habe, weiche ich aus auf meine Canon M50 Mark II* (qualitativ leider kein Vergleich zur 5D) oder einfach mein iPhone 13 Pro* aus, dessen geile Kamera mich immer wieder erstaunt!

Wie schaffst du es, so viel zu reisen?

Einerseits bin ich Flugbegleiterin, und manchmal bin ich dadurch länger oder öfter an anderen Orten. Bei meinem Arbeitgeber fliege ich Kurzstrecke innerhalb Europas, da komme ich zum Beispiel nach Paris oder Breslau. (Für eine Zeitlang bin ich zwischendurch bei einem anderen Arbeitgeber nur Langstrecke geflogen, z.B. nach Shanghai oder Seoul; das ist aber eine andere Geschichte, die ich mal erzähle, wenn ich Lust habe.) Andererseits habe ich durch mein Teilzeitmodell (fliege 50%, also eine halbe Stelle) viel Freizeit und kann dann flexibel reisen. Und manchmal werde ich durch den Blog bzw. meinen Instagram-Account auf Reisen eingeladen.

Wie wird man Flugbegleiter/in?

Aus meinen eigenen Anfängen kann ich dir kaum valide Hilfestellungen geben, denn das ist Eeeeewigkeiten her. Seitdem hat sich die Branche sehr gewandelt. In der Regel rate ich immer dazu, sich bei großen, namhaften Airlines zu bewerben, die ihre Tickets nicht für ‘nen Appel und ‘n Ei verschleudern, am besten mit sehr guten Englischkenntnissen, einem offenen Wesen und Lust auf ‘nen ziemlich verrückten Job.

Was machst du, wenn du unterwegs krank wirst?

Ehrlich gesagt bin ich kein besonders kränklicher Typ. Ich hab’ eine Pollenallergie, die mich manchmal nervt und einmal im Monat nehme ich eine Familienpackung Ibuprofen zu mir, damit ich durch die Welt hüpfen kann, als wenn das Leben wunderschön wäre und ich null Unterleibsschmerzen hätte.
Bis ich Durchfall bekomme, hat es andere schon längst dahingerafft. Wobei der ultimative Indien-Test bei mir noch aussteht, aber ich denke, auch da wird eher das Problem sein, dass es mir zu gut schmeckt, als dass es zu gut durchrutscht. Den vielgepriesenen Spruch “Boil It, Cook It, Peel It or Forget It” hab’ ich schon mehr als einmal ignoriert und lebe noch. Ich esse an den abgefahrensten Straßenständen – aber richte mich immer nach meiner Nase und nach meinem Gefühl und esse nichts nur aus Anstand oder um nichts verkommen lassen zu müssen. Durchfallmedikamente habe ich aber trotzdem in meiner kleinen Reiseapotheke.
Ansonsten bin ich schon innerhalb der EU mit meiner Krankenversichertenkarte ins Krankenhaus, war kein Problem. Dem Arzt zu erklären, warum ich mit voller Wucht gegen eine Glasscheibe gerannt bin und mir beinahe selbst die Nase gebrochen habe, schon eher. :)

Für alle anderen Fälle habe ich für private Reisen eine Auslandskrankenversicherung. Obwohl ich kein Freund von zu vielen Versicherungen bin, hat sich diese schon gelohnt, als ich mal in Vietnam vom Roller gefallen bin. Kostet nicht viel, ist wirklich Gold wert und ohne hätte ich jetzt ein richtig hässliches Knie statt nur einer kleinen Narbe.
Aber ich versuche, nicht viel über Krankheiten auf Reisen nachzudenken, das nimmt einfach zuviel Leichtigkeit! Mach’ ne Versicherung und gut is’!
(Das gilt natürlich nur, wenn du keine besondere medizinische Versorgung brauchst oder in bestimmten Dingen vorbelastet bist. Wie alles ist auch das sehr individuell, und mein Rat bezieht sich nur auf Personen in ähnlichen Situationen.)

Gibt es auch einen The Happy Jetlagger Podcast?

Oh nee, leg’ den Finger bitte nicht in die offene Wunde! Ich würde mich gerne näher mit dem Podcasten befassen, aber wie das als Blogger so ist – ich fühle mich eh schon, als würde ich auf hundert Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Instagram, TikTok, dies, das, eigentlich würde ich lieber Baustellen abbauen, anstatt neue aufzumachen. Aber du kannst meinen Newsletter abonnieren, falls ich doch nochmal einen Podcast starte, bekommst du dort sofort Bescheid.