In eigener Sache: Ein Reiseblog in Zeiten von Corona

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Übersicht

Lange habe ich überlegt, was ich hier auf dem Blog nun in Zukunft veranstalten möchte. In Zeiten von Corona einen Reiseblog zu betreiben scheint irgendwie widersinnig. Oder etwa doch nicht?

Wenn das zweite Standbein plötzlich auch keins mehr ist

Ich fand es lange besonders schlau, sich möglichst breit aufzustellen, besonders, was Jobmöglichkeiten angeht. Zum einen aus meinem dauernden Wunsch, immer wieder etwas Neues zu lernen, zum anderen auch aus Sicherheitsgründen, für den Fall, dass das eine mal nicht mehr gut klappt. In meinem Hauptberuf als Flugbegleiterin geht das manchmal schneller, als man denkt. Dennoch hat sich nach fast 20 Jahren Fliegerei beim gleichen Arbeitgeber eine Art trügerische Sicherheit eingestellt: Was soll schon noch passieren nach 9/11, Aschewolke, diversen Pleitewellen und einschneidenden Ereignissen? Für Worst-Case-Szenarios hatte ich keine Ideen mehr. Und überhaupt, ich habe ja noch diesen Blog und das Schreiben.

Nun ja, plötzlich steht beides auf wackligem Untergrund. Grundsätzlich glaube ich fest an einen positiven Ausgang in meinem Job als Flugbegleiterin, irgendwie werden wir die Krise überstehen, wieder fliegen, wieder zu einer Art Normalbetrieb zurückkehren. Irgendwann.

Darf man noch über Reisen schreiben?

Lange habe ich überlegt, wie ich The Happy Jetlagger nun weiterführen will. Während das Coronavirus durch die Welt zieht, das Glück das Reisens zu propagieren, schien mir unpassend. Schliesslich ist genau das Reisen eben jetzt nicht gefragt. Und dann ist da noch das Ding mit der Verantwortung als Blogger. Ich will ja nicht zum Reisen aufrufen oder Massnahmen in Frage stellen – das überlasse ich besser anderen, die in den letzten Wochen scheinbar einen Virologen-Schnellkurs belegt haben.

Die Zukunft des Reisens: Hier nicht!

Irgendwann werden wir wieder reisen können. Wann das sein wird, weiß ich nicht und ich rate euch, auch nicht auf mich zu hören, sollte ich je irgendwelche Vermutungen anstellen. Holt euch solche Informationen aus offziellen und sicheren Quellen, bevor ihr irgendwann einmal wieder eine Reise ins Auge fasst – aber ich denke, das versteht sich von selbst.

Abends durch Tiflis streifen? Erstmal nicht.

Wie das Reisen in Zukunft aussehen wird? Wer weiß das schon. Nach so vielen Jahren in diesem Business weiß ich, dass jede Menge kreative Meinungen auftauchen werden, die plötzlich Insights haben, die sonst keiner hat und mein Tipp ist auch da: Am besten ausblenden. Die Fliegerei zum Beispiel ist ein komplexes Geschäft und wenn ich mir die riesigen Fragezeichen bei meinem Arbeitgeber derzeit ansehe, scheint es mir unwahrscheinlich, dass selbsternannte Experten plötzlich die Lösung finden, an der sich gerade ganze Vorstände die Zähne ausbeissen.

Wie es weitergeht

Genug des Trübsals! Die Lage ist dramatisch, es macht mich auch oft sehr traurig, aber ich weiß auch: Es könnte noch viel trauriger sein! Und nach der ersten Schockstarre kristalliert sich für mich heraus: Es soll hier auf dem Blog so positiv weitergehen wie bisher. Geschichten von unterwegs und Tipps für schöne Reiseziele. Entweder für nach Corona oder für jetzt, für die Reise im Kopf. Ungezeigte Bilder und unerzählte Geschichten habe ich aus einem Leben, das sich in erster Linie immer ums Reisen gedreht hat, genug. Manchmal braucht man nämlich auch eine kleine Flucht aus dem ganzen Nachrichtenwust und den alltäglichen Sorgen.

Vielleicht werde ich auch ein paar andere Themen einfließen lassen, ein paar Rezepte aus aller Welt mit euch teilen, wie z.B. hier oder hier. Oder mal ein paar Geschichten aus Berlin, das auf dem Blog leider immer etwas zu kurz kommt. Tipps zum Fotografieren und zur Bildbearbeitung wurden auch schon oft gewünscht. Die Themenliste ist lang genug.

Für mein tägliches Genöle und alltäglichen Schnickschnack aus dem Isolationswahnsinn folgt meinem Instagram-Account @thehappyjetlagger, den ich solange bespiele, bis ich mal wieder kein Social Media sehen kann, dramatisch erzähle, wie doof das alles ist und doch wieder nach drei Tagen wiederkomme.

Und ich arbeite derzeit noch an einem ganz anderen Projekt, unabhängig von The Happy Jetlagger, aber welches den ein oder anderen von euch interessieren könnte. Am besten, ihr abonniert den Newsletter, wenn ihr neugierig seid, dort werde ich nämlich sofort Bescheid geben, wenn es losgeht!

Bleibt gesund! <3

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