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Bremen: Diese 10 Top Sehenswürdigkeiten musst du sehen!

Bremen als alte Hansestadt hat auf Grund seiner ereignisreichen Geschichte richtig viele Sehenswürdigkeiten zu bieten! Wusstest du zum Beispiel, dass das beeindruckende Bremer Rathaus über 600 Jahre alt ist? Aber ich war doch sehr überrascht, als ich letztens in Bremen einige geile Spots außerhalb der üblichen Touristenmagneten aufgetan habe! Ich zeige dir, was du in der Hansestadt sehen musst: Komm mit an die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bremen und entdecke mit mir ein paar ziemlich gute Geheimtipps, für die du sonst lange suchen musst!

Bremen Sehenswürdigkeiten Viertel
Auch bei Regen bunt: Auf Entdeckungsreise in Bremen

1. Schnoorviertel

Das älteste Stadtviertel Bremens ist ein absolutes Must-See! Wie eine kleine Fachwerkoase liegt das Schnoorviertel (oder auch „der Schnoor“ genannt) in der Innenstadt Bremens. Schnoor kommt übrigens von „Schnur“, weil sich die vielen kleinen Häuser wie Perlen auf einer Schnur aneinanderreihen. Manche Gassen sind so schmal, dass du mit ausgestreckten Armen die Häuserfassaden rechts und links gleichzeitig berühren kannst! Das Schnoorviertel besteht leider nur aus wenigen Straßenzügen, die sind aber mit ihren hübschen Fachwerkhäusern eine absolute Augenweide. Du findest hier auch einige kleine Läden und Restaurants – zum Teil sehr auf Touristen eingestellt – aber genauer hinsehen lohnt sich!

Tour durch das Schnoorviertel*

Bremen Sehenswürdigkeiten Schnoor
Besonders gemütlich: Das Schnoorviertel in Bremen.
Bremen Sehenswürdigkeiten Schnoorviertel

Meine Tipps:
The Note – Parfumerie mit außergewöhnlichem Sortiment, die gängigen Mainstream-Parfums suchst du hier vergeblich. Die perfekte Adresse, wenn du individuelle Parfums liebst!
808 Boba Bar – Leckere Bubble-Teas in minimalistischem Style; ich mag ja nie diese schreiend bunten Dinger, die nur künstlich schmecken! Hier gibt’s tolle Kombinationen (leider keine Sitzplätze, aber perfekt als To-Go-Begleitung für den Schnoor-Spaziergang).

2. Die Bremer Stadtmusikanten

Kurioserweise ist die Melodie des alten Kinderliedes über die Bremer Stadtmusikanten immer das Erste, was mir einfällt, wenn ich an Bremen denke: Iiih-aah, wau-wau, miau, kikeriki! Das Märchen der Gebrüder Grimm ist einfach untrennbar mit der Stadt verbunden. Seit den 50er Jahren ziert auch eine Bronzestatue der Stadtmusikanten das Bremer Rathaus. Wer aber hier an eine riesige Statue denkt, irrt – die vier Tiere sind nicht lebensgroß dargestellt, und die Statue befindet sich etwas versteckt an einer Seite des Rathauses. Übrigens: Die Beine des Esels mit beiden Händen gleichzeitig zu umfassen, soll Glück bringen!

3. Bremer Rathaus

Schon im 13. Jahrhundert soll hier am Marktplatz das erste Bremer Rathaus gestanden haben. Das Rathaus, was du jetzt hier siehst, wurde von 1405 bis 1410 erbaut und wird heute noch vom Bremer Senat und vom Bürgermeister genutzt! Das markante Gebäude kann auch von innen besichtigt werden – es lohnt sich! Heute wird es auch Altes Rathaus genannt, nachdem es 1917 mit einem Anbau, dem Neuen Rathaus, ergänzt wurde.

Eine Führung durch das Rathaus kannst du hier buchen:
Tickets für das Alte Rathaus

Tipp für Foodies: Im Bremer Ratskeller, der sich unter dem Alten Rathaus befindet, kannst du das rustikale Ambiente bei zünftigen Köstlichkeiten genießen!

Mehr Sehenswürdigkeiten rund um das Rathaus und den Bremer Marktplatz:
St. Petri Dom
aus dem 11.Jahrhundert
Spuckstein im Domhof: an dieser Stelle wurde 1831 die Serienmörderin Gesche Gottfried geköpft

Übrigens: Bist du True-Crime-Fan? Dann ist das hier vielleicht eine spannende Tour für dich, um Bremen näher kennenzulernen:
Tatort Bremen: Von Totschlägern und Halsabschneidern*

4. Bremer Roland

Der Bremer Roland ist einer der wichtigsten Wahrzeichen Bremens! Die große Rolandstatue vor dem Rathaus zeigt einen Ritter mit Schwert und steht sinnbildlich für die Eigenständigkeit einer Stadt und den damit verbundenen Stadtrechten. Mit der Loslösung von der bis dahin kirchlichen Herrschaft und dem Wandel zu einer eigenständigen Stadt um 1400 war Bremen der Vorreiter unter vielen europäischen Städten. Daher hat der Bremer Roland als Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung bis heute eine große Bedeutung und findet sich als Namenspate für viele Bremer Institutionen wieder.

5. Die Schlachte

Ausgehen in Bremen? Kein Problem – die Schlachte ist die Flaniermeile an der Weser und befindet sich mitten in der Stadt. Hier kannst du auch tagsüber an der Weserpromenade sitzen, Kaffee trinken oder ein Feierabendbier genießen und Leute beobachten. Abends wird’s je nach Wochentag voller.

Richtig maritimes Feeling gibt’s auf dem alten Segelschiff „Alexander von Humboldt“, das direkt an der Schlachte liegt und ein Restaurant mit Hotel beherbergt.
Preise & Verfügbarkeit auf der „Alexander von Humboldt“*

6. Böttcherstrasse

Eine schmale dunkle Gasse führt vom weitläufigen Marktplatz hinunter zur einer ganz besonderen Straße in der Bremer Innenstadt – und hätte ich nicht ein kleines Schild mit der Aufschrift „zur Böttcherstraße“ entdeckt, wäre ich wohl glatt dran vorbeigelaufen. Geht man nämlich vom Markt die schmale Schüttingstraße hinunter, läuft man direkt auf den eindrucksvollen Torbogen zu, der den Anfang der Böttcherstraße markiert.

Hier konzentrieren sich seit 1931 Kunst, Kultur und Handwerk auf einer kleinen Straße, die wie ein Mikrokosmos scheint. Mit Unterstützung des Kaffee-HAG-Erfinders Ludwig Roselius entstand hier Anfang des letzten Jahrhunderts ein Zentrum für Kreative, das sich bis heute seinen Reiz bewahrt hat.

Jedes einzelne Haus auf der Böttcherstraße ist individuell gestaltet: Besonders markant ist das Paula-Modersohn-Becker-Haus, welches das zugehörige Museum über das Lebenswerk der Malerin beinhaltet.

Besonders zur Zeit des Nationalsozialismus war der expressionistische Stil des Hauses umstritten; mich hat die ungewöhnliche Architektur jedenfalls sehr beeindruckt.

Sehenswert sind hier neben den kleinen Läden und Ateliers der Sieben-Faulen-Brunnen, dessen Geschichte auf einem Bremer Volksmärchen basiert, und der Handwerkerhof.

Mehr zur interessanten Geschichte dieser ungewöhnlichen Straße erfährst du auf dieser kurzen Tour:
Rundgang durch die Böttcherstraße*

7. Wallanlagen & Mühle am Wall

Ein bisschen wie in Holland fühlt man sich beim Blick auf die Mühle am Wall. Mitten in den Wallanlagen des alten Bremer Stadtwalls gelegen, ist die ehemalige Kaffeemühle nicht nur ein hübsches Fotomotiv, sondern beherbergt heute auch ein Restaurant. (Du kannst hier aber auch nur zu einem Kaffee einkehren.) Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich hier Stammpublikum des nahegelegenen Hauptbahnhofs aufhält. Also besser nur tagsüber hier entlang und etwas Aufmerksamkeit walten lassen.

8. Viertel

Das Viertel war meine ganz große Überraschung in Bremen. Vielleicht habe ich es auch vorher nur einfach des Namens wegen nicht wahrgenommen – es heißt tatsächlich einfach nur „das Viertel“!

Von Sielwall bis Sankt-Jürgen-Straße erstreckt sich das Bremer Viertel und ist dabei sowas wie DER Bremer Hipster-Kiez. Eigentlich nur ein kleiner Stadtteil, kannst du aber hier den ganzen Tag mit Bummeln und Essen verbringen. Oder jedenfalls ging’s mir so! Ich habe so viele tolle kleine Geschäfte und fantastische Foodlocations entdeckt, dass ich das nächste Mal in Bremen garantiert straight ins Viertel fahre und erstmal meine Lieblinge abklappere!

Meine absoluten Herzens- und Geheimtipps für das Viertel:

Juli liebt Kaffee Ich fand ja, Juli liebt nicht nur Kaffee, sondern auch tolles Interior Design! Guter Kaffee, leckeres Frühstück/Brunch, und das in entspanntem Ambiente. Megatipp, für den sich das Rausfahren aus der Innenstadt lohnt.

Fritzfrank Concept Store gleich nebenan, klein & fein. Inhaberin Anastasia sucht alles selbst mit gutem Händchen und Geschmack aus, und ihre Begeisterung für Schönes steckt sofort an! Wenn ihr kleine Läden gerne unterstützt, seid ihr hier an der richtigen Adresse. Bei fritzfrank findest du Deko und Accessoires von vielen kleinen Labels, die du garantiert nicht überall findest!

Noras Ich hatte hier nur einen Kurkuma Latte und einen Carrot Cake, und das allein ist schon ein Grund, wiederzukommen; denn am liebsten hätte ich mich die ganze Karte rauf und runter probiert. Das Ambiente fein, aber doch leger, der Service aufmerksam und wirklich alles auf der Karte ist nach Clean-Eating-Prinzipien ohne zusätzlichen Schnickschnack hausgemacht. Gesund essen war selten besser. Trotzdem bezahlbar. Vieles gibt es auch to go für daheim.

9. Parks & Ausflugsziele in Bremen

In Bremen gibt es noch ein paar weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten, die du dir ebenfalls noch bei einem längeren Aufenthalt ansehen kannst:

Maritime Meile Vegesack – außerhalb der Innenstadt kannst du rund um den alten Vegesacker Hafen z.B. im Museumshaven mehr über die maritime Geschichte Bremens erfahren.
Bürgerpark – hinter dem Bremer Hauptbahnhof gelegen, findest du hier eine riesige Grünfläche mit vielen Möglichkeiten zum Erholen, Entspannen oder Sport treiben.
Rhodendronpark – Mai ist der perfekte Monat für einen Ausflug in den Rhodendronpark: Dann blühen die über 10.000 Pflanzen am schönsten in voller Pracht! Eintritt ist übrigens frei.

10. Museen in Bremen

Nicht nur bei schlechtem Wetter solltest du dir vielleicht einen Museumsbesuch gönnen. Auf meiner Liste stehen jedenfalls noch diese beiden Museen, die Bremen zu einem spannenden Reiseziel machen.

Kunsthalle Bremen – Neben der eigenen Sammlung, die Werke aus über 700 Jahren Kunstgeschichte umspannt, findest du hier auch immer wieder interessante Wechselausstellungen. Ein Blick auf die Website mit den aktuellen Veranstaltungen lohnt sich!
Phil Porter Salon Obscura – Irgendwie mehr Gesamtkunstwerk als Kunstausstellung scheint der Salon Obscura, der neuerdings statt im Viertel im Schnoor beheimatet ist. Bei mir jedenfalls ganz oben auf der Bucket List für den nächsten Bremen-Besuch – und wenn du es vor mir schaffst, schreib mir doch gerne, wie es war!

Übernachten in Bremen

Falls du nicht aus der Umgebung anreist, brauchst du vielleicht eine Übernachtungsmöglichkeit. Daran sollte es in Bremen nicht scheitern! Folgende Locations solltest du dir mal näher ansehen:

Klabauterbett* – Schlafen auf einem Zweimastklipper! Gemütliches Schiff ganz in der Nähe der Altstadt und der Schlachte.
Vienna House Bremen City* – komfortabel, modern & zum guten Preis übernachten. Etwas außerhalb des Stadtkerns, aber durch die kurzen Wegen und guten Öffis in Bremen kein Problem! Pluspunkt bei Anreise mit der Bahn: Fußläufig vom Hauptbahnhof zu erreichen.
Designhotel Überfluss* – ein bisschen hochpreisiger, dafür aber mit Wellnessbereich und absolut zentral an der Weser gelegen. Für ein schönes Wochenende zu zweit aber durchaus erschwinglich, wenn man sich etwas gönnen möchte!

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Hey! Ich bin Tatiana. Um die Welt zu reisen, war schon als Kind mein Traum. Mit 21 bin ich dann Flugbegleiterin bei einer deutschen Airline geworden.
2015 habe ich The Happy Jetlagger gegründet und bin seitdem auch als Bloggerin, Fotografin und Reiseinfluencerin unterwegs. Hier auf meinem Reiseblog The Happy Jetlagger teile ich Tipps, die vielleicht auch anderswo zu finden sind, aber nirgends so unterhaltsam.

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