Airbnb: Fluch oder Segen? Worauf du bei einer Buchung über Airbnb unbedingt achten solltest!

Bevor ihr das hier auf dem Blog angebotene Guthaben für Airbnb nutzt, lest euch bitte vorher diesen Artikel durch! Ich erkläre euch, auf was man bei einer Buchung über Airbnb achten sollte!

Seit einiger Zeit gibt es hier auf dem Blog einen Gutschein über 25 Euro für deine erste Buchung über Airbnb. Diesen würde ich nicht hier anbieten, wenn ich nicht selbst gerne auf Reisen meine Unterkünfte auf Airbnb buche. Die Grundidee von Airbnb, bei Einheimischen in Privatwohnungen zu übernachten und so die Möglichkeit zu bekommen, Land und Leute noch viel besser kennenzulernen als vielleicht nur in einem anonymen Hotel, reizt mich noch immer. Dieses Jahr habe ich z.b. auf Sylt und im Januar in New York meine Unterkunft über Airbnb gefunden. Im übrigen bekomme ich auch keine Provision, wenn ihr den Gutschein nutzt – der Link ist nämlich nur ein Empfehlungslink.

Hier geht zum 25-Euro-Guthaben für deinen ersten Airbnb-Aufenthalt ->

Meldest du dich über diesen Link auf Airbnb an und nimmst den Gutschein in Anspruch, bekomme ich kein Geld, sondern Airbnb schreibt mir 15 Euro Rabatt für meine nächste Buchung gut. Würde ich also Airbnb nicht selbst nutzen, macht es also keinen Sinn, euch den Gutschein anzubieten. Aber so haben wir ja alle was davon, ihr bekommt einen schönen Rabatt und unterstützt mich gleichzeitig mit ein bisschen Katsching in der virtuellen Reisekasse.

Was ist Airbnb überhaupt?

Für alle, denen Airbnb neu ist, ein kurzer Abriss der Grundidee: Wenn du ein Zimmer in deiner Wohnung übrig hast oder kurze Zeit in den Urlaub fährst, kannst du dein Zimmer/deine Wohnung/dein Häuschen bei Airbnb (unter)vermieten. So kann man sich ein kleines Taschengeld verdienen und nebenher Leute aus aller Welt kennenlernen.

Für Reisende ist Airbnb so die optimale Möglichkeit, in das Leben der Leute vor Ort einzutauchen. Man übernachtet nicht einfach in einem fantasielosen Hotel, sondern wohnt ganz authentisch bei seinem Gastgeber und bekommt so einen Einblick in die Alltagskultur.

Warum sollte man Airbnb kritisch betrachten?

Der Grundgedanke ist toll. Dennoch muss man aufpassen, was man auf Airbnb bucht. Denn zum einen geht die Idee von Wohnen in Privatunterkünften immer mehr unter und zum anderen tut man mitunter etwas, was dem eigentlichen Ansinnen, nämlich der Unterstützung von Einheimischen und dem Kontakt zur lokalen Kultur, komplett entgegenwirkt.

Einen guten Einblick darüber, was so mit Airbnb in die falsche Richtung läuft, zeigt eine aktuelle Dokumentation des WDR:

System Airbnb auf YouTube
System Airbnb in der WDR Mediathek

Trotzdem nutze ich Airbnb nach wie vor, allerdings mit Vorbehalt und unter bestimmten Bedingungen!

Worauf ihr daher bei einer Buchung über Airbnb achten solltet, damit euer Aufenthalt eine echte Airbnb-Erfahrung wird und ihr kein schlechtes Gewissen haben müsst, verrate ich euch hier in diesem Post!

Und ich erkläre euch, warum man bestimmte Angebote auf Airbnb kritisch sehen und sich vielleicht am Ende sogar lieber für eine „herkömmliche“ Unterkunft in einem Hotel/Pension/Hostel entscheiden sollte.

Problem  Nr.1: Airbnb beeinflusst den Mietmarkt für Einheimische (Vielleicht auch deinen?)

Zu sagen Airbnb wäre schuld, dass es in manchen Städten mittlerweile schwer ist, eine Wohnung zu finden, ist nicht ganz korrekt. Schliesslich gehören Airbnb die vermieteten Wohnungen oder Zimmer ja nicht. Aber wer sich in Städten wie Berlin oder München mal nach einer Wohnung umgesehen hat, wird festgestellt haben, dass der ohnehin angespannte Mietmarkt immer kleiner wird. Das liegt auch daran, dass es Wohnungseigentümer gibt, die ihre Wohnungen gar nicht mehr auf dem regulären Mietmarkt anbieten, sondern es bevorzugen, sie über Airbnb an Mieter auf Zeit oder Touristen anzubieten. Weil es einfach mehr Geld bringt. Dann gibt es auch noch pfiffige Geschäftsleute, die entweder eine größere Anzahl Wohnungen ankaufen oder auch anmieten, nur zu dem Zweck, sie nachher auf Airbnb anzubieten. Vom viel beworbenen „Wohnen bei Freunden“ bleibt dann nicht mehr viel übrig, wenn dann doch niemand wirklich dort wohnt. Ich habe selbst meine aktuelle Wohnung in Berlin nur durch Zufall und einer absolut goldigen Vermieterin bekommen, die selbst beinahe auf einen professionellen Airbnb-Anmieter reingefallen wäre: Sie hätte ihre Wohnung (zum sehr fairen Preis) vermietet, im guten Glauben, es wäre ein netter Mieter. Dieser wiederum hätte die Wohnung aber mit den wichtigsten Einrichtungsgegenständen ausgestattet und sofort für ein Vielfaches auf Airbnb angeboten. Und schwups – eine Wohnung weniger für Ganzjahresberliner.

Problem Nr.2: Wenn keine Einheimischen mehr da sind – wie wohnt man dann bei ihnen?

Ich fange mal mit einem Beispiel aus dem Fußball an, da ja gerade WM war. Zusammen die Spiele schauen, im Biergarten, beim Public Viewing – seit der WM 2006 in Deutschland gehört das dazu. Und am besten ist die Stimmung ja bei Fans, die so richtig mit ihrer Nationalmannschaft mitfiebern. Wie zum Beispiel unter Brasilianern (und da bin ich als Halbbrasilianerin auch immer mit Enthusiasmus dabei). Also sucht man sich eine brasilianische Bar/Restaurant/Treffpunkt, um ein bisschen Stimmung abzubekommen, wenn die Brasilianer ihre unendliche Partylaune mit Musik, Geschrei und Tanz auspacken. Ich habe es oft erlebt, dass sich dann bestimmte Locations schnell herumgesprochen haben: Da muss man hin, bei den Brasilianerin ist immer gute Stimmung, das ist toll anzusehen. Nur – wenn dann plötzlich mehr Leute da sind, die ein bisschen Atmosphäre schnorren wollen und zugucken, anstatt der Leute, die wirklich Stimmung machen – ja, dann wird’s schon wieder langweilig.

Mit Airbnb ist es ein bisschen ähnlich: Wie will man unter Einheimischen wohnen, wenn keine mehr da sind? Wie oben beschrieben, beeinflusst Airbnb die Verfügbarkeit von Wohnraum. Was in besonders beliebten touristischen Ballungszentren wie zum Beispiel Venedig, oder bestimmten Stadtteilen in Rom oder Barcelona dazu führt, dass es immer weniger Einheimische gibt, die das ganze Jahr über dort wohnen. Dort zu mieten, ist mangels verfügbarem Wohnraum kaum möglich. Und diejenigen, die Eigentum dort haben, nutzen lieber die Verdienstmöglichkeiten als ganzjährig in einer touristischen Phantasialand-Version ihrer Stadt zu wohnen: Denn verschwinden die Bewohner, verschwindet auch deren Infrastruktur mit ihren Supermärkten, Schulen, Kindergärten, Tante-Emma-Läden und normalem Stadtleben. Übrig bleibt ein Abziehbild für Touristen, aber das echte Leben sucht man in solchen Gegenden vergebens. Die ganze Problematik hat in manchen Städten schon so viel Fahrt aufgenommen, dass die letzten Anwohner auf die Straße gehen und protestieren. Gegen die Gesamtsituation, aber auch explizit gegen Wohnungsvermittler wie Airbnb.

Was du dagegen tun kannst – ein Leitfaden für die Buchung über Airbnb

Die gesamte Idee zu verteufeln, halte ich aber für ungerecht. Schliesslich gibt es sie immer noch, die tollen Übernachtungsmöglichkeiten bei authentischen Gastgebern. Und Airbnb ist eine einfache Möglichkeit, den Kontakt zu Menschen herzustellen, die man sonst nie kennengelernt hätte. Im Januar zum Beispiel habe ich mir in New York für ein paar Tage eine Unterkunft in Williamsburg herausgesucht, bei einer Set-Designerin für Fotoshootings, die ein Zimmer ihrer Wohnung untervermietet. Nicht nur, dass das Zimmer perfekt war, die Begegnung war auch so interessant und inspirierend, dass ich total froh war, mich nicht für ein beliebiges Hotel entschieden zu haben.

Ich achte beim Buchen immer auf folgende Punkte (und vielleicht hilft dir das ja auch, dich in dem ganzen Angebotsdschungel zurecht zu finden):

Wie viele Angebote hat der Anbieter?

Wenn jemand in der gleichen Stadt mehrere Unterkünfte an verschiedenen Orten anbietet, ist das wohl kaum privat. In Südostasien ist es mir außerdem zunehmend verstärkt aufgefallen, dass sogar reguläre Hostels und Hotels ihre Zimmer auf Airbnb anbieten. Dazu noch zu einem höheren Preis als bei anderen Buchungsseiten wie Booking.com oder Expedia. Doppelter Beschiss sozusagen!

Bewertungen bzw. Angebote gut durchlesen

Oft verraten es Kleinigkeiten, dass es sich um ein seelenloses gewerbliches Angebot handelt. Zum Beispiel erwähnen diese Anbieter dann, dass sie unglaublich selten zu Hause sind (wenn die Anzeige den Eindruck erwecken soll, dass  die Wohnung ganzjährig bewohnt ist, z.B. aufgrund örtlicher rechtlicher Begrenzungen zur Untervermietung). Oder in den Bewertungen steht: „XY war supernett, wir haben sie/ihn leider nur zur Schlüsselübergabe/gar nicht getroffen.“

Bei Zimmern: Wer wohnt noch in der Wohnung?

In New York bin ich auf viele Zimmerangebote in schönen Apartments gestossen, bei denen sich bei näherem Hinschauen herausgestellt hat, dass man sich das komplette Apartment mit anderen Airbnb-Mietern teilt, d.h.  die komplette Wohnung wird in Airbnb-Angebote gesplittet und der „Host“ wohnt gar nicht vor Ort. In Städten wie New York lässt sich da der Profit noch doller maximieren. Man selbst wohnt also nur mit anderen Touristen zusammen: Von Kontakt mit Locals also keine Spur. Und auf dem regulären Mietmarkt verschwindet wieder eine komplette Wohnung. Da kann man sich auch echt in einem guten Hostel/Boutiquehotel einmieten, da findet man auch schnell Kontakt zu anderen Touristen und man macht nicht bei fragwürdigen Airbnb-Maschen mit!

In Großstädten wie New York ist Airbnb eine beliebte Option für Unterkünfte – aber nicht immer die beste Wahl.

Zimmer vor Wohnung

Ich schaue bei Airbnb meist eher nach Zimmern. Bei Wohnungen denke ich oft, dass man die problematische Mietsituation in vielen Städten zu sehr unterstützt – viele Wohnungen verschwinden ja durch die Vermietung auf Airbnb vom regulären Mietmarkt (siehe oben, Problem Nr.2). Als Berlinerin, die hautnah erlebt, wie sich so das Gesamtbild einer Stadt ins Negative verändert, möchte ich dazu selbst nicht beitragen. Ausnahme sind für mich Untervermietungen der eigenen Wohnung auf Zeit.

Alternativen zu Airbnb

Wem das jetzt alles zu kompliziert ist oder endgültig Airbnb abschwört: Alternativen zu Airbnb gibt es nach wie vor jede Menge. Nämlich stinknormale Hotels, Hostels oder Pensionen.  Hier muss sich keine moralischen Fragen stellen, ob dass denn nun politisch korrekt ist, dort zu übernachten – und man unterstützt direkt einen natürlichen Wirtschaftskreislauf vor Ort.

Hat dieser Artikel weitergeholfen oder dich zum Nachdenken angeregt? Dann freue ich mich, wenn du mich unterstützt!

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Ist dir Airbnb nach diesem Artikel zu suspekt? Willst du dich nicht durch tausende Angebote wühlen, auf der Suche nach einem vertretbaren Angebot? Dann schaue doch mal nach Unterkünften in Hotels oder Hostels bei folgenden Anbietern (Affiliatelinks):

TripAdvisor  |  Expedia  |  Booking.com  |  Agoda

TripAdvisor ist eigentlich eine Vergleichsseite (und vergleicht auch Expedia und
Booking.com
), da mag ich neben dem schnellen Vergleich auch die zahlreichen Bewertungen, aus denen man sich gut ein Bild über die Unterkunft machen kann, und die Möglichkeit, unter „Aktivitäten“ eine komplette Übersicht über alle Sehenswürdigkeiten vor Ort zu haben. Besonders praktisch, wenn man nur wenig Zeit zum Vorbereiten hat. Agoda nutze ich vor allem in Asien – da hat Agoda meistens das günstigste Angebot.

*Dieser Beitrag enthält Empfehlungs- (Airbnb) sowie Affiliatelinks (TripAdvisor, Expedia, Booking.com, Agoda). Buchst du über diese Links, erhalte ich eine kleine Provision, die ich für den Erhalt des Blogs nutzen kann. (Vorausgesetzt, du hast Ad-Blocker, VPN etc. für meine Seite deaktiviert, sonst ist alle Mühe umsonst ;) ) Danke dafür!

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