Südafrika: Ein Tag in Kapstadt – der Guide!

Wenn man sich schon gleich nach der Ankunft die wildesten Sachen ausdenkt, wie man am besten dem drohenden Pick-Up am übernächsten Tag entgehen kann – dann muss es wahre Layoverliebe sein. Ach, Kapstadt.

Kapstadt ist wunderbar. 

Die traurige Erkenntnis kommt schnell. Kapstadt in 24 Stunden: Geht nicht. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof, kein Wunschkonzert und geschenkt wird einem eh nüscht. Egal, besser 24 Stunden als gar nichts.

Kapstadt und was man sehen muss

Der Tafelberg ist DAS Wahrzeichen Kapstadts. Unübersehbar thront er über der Stadt, die sich unterwürfig auf dem Streifen zwischen tosendem offenem Meer und hohen Bergen angesiedelt hat, im Einklang mit den alles bestimmenden Naturgewalten. Natur – das ist wohl auch eine der Attraktionen Kapstadts, denn obwohl die Stadt mit ihren drei Millionen Einwohnern gar nicht mal so klein ist, spielt die Natur hier immer noch die größte Hauptrolle.

Tafelberg – ja oder nein?

Das mit den Naturgewalten ist in Kapstadt echt nicht zu unterschätzen. Und obwohl ein Aufstieg zum Tafelberg Pflichtprogramm ist (die Sportlichen wandern, Faule wie ich nehmen die Seilbahn), sollte man vorher checken, ob der Tafelberg überhaupt geöffnet hat. Denn bei starkem Wind und unwirtlichem Wetter macht die Seilbahn einfach dicht und Wandern macht dann garantiert auch keinen Spaß mehr.

Also: Hat der Tafelberg geöffnet, ist ein halber Tag schon mal verplant – ansonsten kann man zum Ersatzprogramm übergehen. Und das zu finden, ist in Kapstadt nicht schwer.

Tolle Aussichten auf Tafelberg und Lion’s Head hat man übrigens auch vom Signal Hill:

Hop on – Hop off – Hop on

Ich finde ja, dass Hop-On-Hop-Off-Touren nicht in jeder Stadt funktionieren. Manchmal ist man mit Reiseführern und ’nem Tagesticket für die Öffentlichen besser beraten – oder die Tickets sind einfach so unverschämt teuer (wie z.B. in Hongkong), dass ich plötzlich zum Geizlappen mutiere.

Kapstadt gehört allerdings nicht zu diesen Orten, die Preise sind sehr moderat und das Hop-On-Hop-Off-Netz so ausgeklügelt, dass man es durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen könnte. Außerdem war’s einfach wunderbar, auf einem verwaisten Cabrio-Upper-Deck bei steifer Brise die Küste entlang zu cruiser und fasziniert auf soviel Landschaftsschönheit zu starren!

Victoria & Albert Waterfront

Ein bisschen Hafenromatik, Shoppingerlebnis, Kaffeehauskultur, Kirmesstimmung, Open-Air-Musik und viel Sonnenschein. All das unter dem schönsten Bergpanorama: Die ausgebaute Waterfront fügt sich so nahtlos in die Umgebung ein wie nur wenige Neubau-Vergnügungsviertel. Rumlaufen, treiben lassen und musikalisch in Südafrika-Stimmung kommen. Muss man einfach so sagen: Der Afrikaner an sich hat den Rhythmus im Blut. Sowas von.

Vovo Telo Bakery & Café
V&A Waterfront
http://www.vovotelo.co.za

Kirstenbosch Botanical Gardens

Der Reiseführer sagt: Eine der schönsten Parks der Welt. Gut, mit Parks kenne ich mich nicht besonders aus. Und der vor meiner Haustür in Berlin taucht in Reiseführern höchstens als der größte Drogenumschlagsplatz in Deutschland auf.

Kirstenbosch ist da dann wirklich anders. Eine Symbiose aus perfekt gepflegtem englischen Garten, tropischer Oase und botanischer Erlebniswelt. Und vom Baumwipfelpfad gibt’s ein atemberaubendes Panorama on top! Hier lässt sich wunderbar abschalten und die Zeit vergessen – für die, die aber keine haben: Aussicht geniessen und weiter!

 

Camps Bay

Strand. Sonne. Meer. Der Tafelberg. Ein paar Cafés. Und man möchte für immer bleiben. In eine der Strandbars setzen, Cocktails trinken, und es nicht fassen können, dass der Atlantische Ozean so unfassbar türkisblau leuchten kann.

Café Caprice
Camps Bay, Cape Town
http://cafecaprice.co.za

Bokaap

Was ein bisschen Farbe so alles bewirken kann. In Bokaap, einem alten muslimischen Stadtteil Kapstadts, ist jedes Haus in einer anderen Knallfarbe gestrichen. Instagram-Motive an jeder Ecke – die Farben sind faszinierend. Ob die Nachbarn sich immer absprechen, wenn die Fassade neu gestrichen wird?

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