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New York: Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge

Warum man auf der Brooklyn Bridge in New York keine Kopfhörer tragen darf, weiß ich auch nicht. Musik auf den Ohren lenkt wahrscheinlich zu sehr ab – der Fußgängerweg ist zu schmal für die ganzen Besucher- und Joggermassen, die täglich nach Sonnenaufgang die Brooklyn Bridge bevölkern. Und auf der Radwegseite schiessen Radfahrer nur so hin und her. Da kann Musik auf den Ohren so sehr ablenken, dass Zusammenstösse vorprogrammiert sind. Aber eigentlich hilft diese Vorschrift auch nicht viel – denn die wahre Ablenkung liefert die Aussicht von der Brooklyn Bridge selbst.

Brooklyn Bridge Sonnenaufgang

Sonnenaufgang New York Style – von Brooklyn nach Manhattan

Der Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge ist spektakulär, sagte mir jemand vor meinem Flug nach New York. Und mein eigentlicher Plan war somit: richtig früh aufstehen, pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge sein und dann volle Lotte die ultimative New-York-Hymne von Frank Sinatra oder wahlweise „Empire State of Mind“ von Alicia Keys auf den Ohren zu haben. Für das absolut bombastische, ultimative New-York-Feeling.

Mit der Musik war’s dann wohl nix, zu viele Polizisten schwirrten um und auf der Brücke herum. Und da ich in den USA immer irritiert bin, was als schwerwiegendes Verbrechen gilt und was nicht, blieben die Kopfhörer in der Tasche. Beim Rückflug nicht erscheinen, weil man in New York gerade wegen eines Verstoßes gegen das Ohrstöpsel-Verbot auf der Brooklyn Bridge im Knast sitzt, ist in einem hochseriösen Unternehmen nur semi-lustig.

Die Aussicht von der Brooklyn Bridge auf Manhattan

Aber wer braucht bei diesem Anblick auf die Skyline von Manhattan schon musikalische Untermalung? Mehr New York geht nicht. Erst die spektakulären, bekannten Brückenpfeiler an sich. Die atemberaubende Konstruktion aus Stahlseilen. Unter einem, auf der zweiten Etage der Brücke der donnernde Verkehr einer Millionenstadt. In der Ferne die Freiheitsstatue auf Ellis Island. Und je näher man sich der anderen Seite der Brücke nähert, baut sich vor einem das allerbeste Manhattan-Panorama überhaupt auf. Mit dem One World Trade Center, dem Empire State Building, dem Chrysler Building und allem was sonst noch „New York, New York“ schreit. Bis einem vor lauter Ehrfurcht und Faszination fast das Herz stehenbleibt. Ach ja, und alles beleuchtet vom allerschönsten Sonnenaufgang ever.

A-maaaa-zing, wie der Amerikaner sagen würde.

Geschichte der Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge wurde doch tatsächlich vor über 150 Jahren von einem Deutschen erbaut, überschattet von vielen Schwierigkeiten und tragischen Zwischenfällen – und ist ein Meisterstück der Ingenieurskunst der damaligen Zeit. Interessante Geschichte, mehr Hintergrund gibt’s hier zum Nachlesen:

Mein Vater John A. Roebling

 

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